SRA statt RW? In Schramberg wird über ein eigenes Kfz-Kennzeichen diskutiert. Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadtverwaltung Schramberg hätte gerne ein eigenes Kfz-Kennzeichen für Schramberg. Dazu schreibt unsere Leserin Margarete Spannagel.

Menschen machen Schramberg

 

SRA? Dieses Kürzel mag für Saar-Ruwer-Ahr oder saumäßig randvolle Abfalleimer stehen aber nicht für Schramberg. 2025 noch Sommerlochfüllung in der Presse scheint die Schnapsidee eines eigenen Kfz-Kennzeichens für Schramberg – angeblich zur besseren Identifikation mit der Stadt – jetzt Ernst zu werden.

SRA sind drei beliebig dem Namen Schramberg entnommene Buchstaben, zu weit hergeholt, als dass man sich damit ernsthaft identifizieren mag. Ich befürchte vielmehr, dass ein derartiges Kennzeichen zur Spaltung führt zwischen einfachen Schrambergern (auch solchen, die kein Geld dafür übrig haben) und innig identifizierten „wahren“ Schrambergern. Innerhalb des Kreises hätte Schramberg seine Extrawurst.

Anstatt sich mit einem Blechle am Auto zu identifizieren empfehle ich den Schramberger Einwohnern den Blick auf alles, was in Schramberg im Laufe der Zeit zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger erbaut, gegründet, geschaffen, initiiert oder geschrieben wurde.

Einkauf vor Ort

Anstelle des Online-Kaufs bei Amazon und Co. empfehle ich den Einkauf in unseren Geschäften, damit sie lebensfähig und attraktiv bleiben.

Schrambergs kulturelles Angebot lädt in besonderem Maße zur Identifikation mit unserer Stadt ein.

Für mich sind meine Beziehungen zu Menschen, die sich in Schrambergs Vereinen und sozialen Einrichtungen engagieren am stärksten geeignet, Identifikation zu wecken. Menschen machen Schramberg.

Mein Wunsch an den Verwaltungsausschuss: Lenken Sie den Fokus der Stadtverwaltung auf ihre dringenden Aufgaben. Leisten Sie der Oberflächlichkeit keinen Vorschub. Sagen Sie Nein zu SRA.

Margarete Spannagel Schramberg