Gebrauchskeramik wird nach Auskunft der beteiligten Keramikkünstler dieses Jahr noch am ehesten beim Hüfinger Töpfermarkt verkauft. Foto: Roland Sigwart Photographie/Roland Sigwart

30 Marktbeschicker stellten beim Hüfinger Töpfermarkt ihre Kunstwerke aus. Junge Künstler setzten dabei neue Akzente und auch die Besucherzahlen stimmten. Umrahmt wurde der Markt von einem Kinderworkshop und einer Teezeremonie.

Was für ein toller und stimmungsvoller Töpfermarkt 2023! Besucher und Teilnehmer waren sich am Wochenende einig, dass die 31. Auflage des Internationalen Hüfinger Töpfermarktes wieder ein „Volltreffer“ war. Die stimmige Atmosphäre inmitten der malerischen Hüfinger Altstadt, das einmalige, fast schon zu heiße Sommerwetter und auch die guten Besucherzahlen „stimmten.

 

Wenn die Teilnehmerzahl der Keramikkünstler mit exakt 30 Beteiligten im Vergleich zu den Hochzeiten mit über 50 Marktbeschickern auch wesentlich geringer war: Diejenigen, die am Samstag und Sonntag dabei waren, zeigten sich meistens zufrieden und besonders die Anbieter von Gebrauchskeramik vermeldeten gute Geschäfte – allen voran der lettische Keramiker Inta Radzina, der schon am Sonntagmittag nur noch ein eingeschränktes weil teils ausverkauftes Angebot hatte.

Neue, junge Künstler für den Markt gewonnen

Zum zweiten Mal für die künstlerische Gestaltung zuständig war Hüfingens Stadtmuseumskuratorin Ariane Faller-Budasz, die diese Jahr einige neue, junge Künstler erstmalig für den Markt gewann und die somit frische Keramikakzente ins renommierte Töpfermarktangebot brachten und eine Bereicherung fürs Publikum darstellten. Vertreten waren neben deutschen Keramikkünstlern eben auch Lettland, Frankreich und Österreich. Und die Besucher strömten sogar aus dem Elsaß und der Schweiz ins schöne Hüfinger Städtchen, um die ausgestellten Steinzeug-, Keramik- oder Porzellanstücke zu bestaunen.

Der gesamte Sennhofplatz inmitten der schönen Hüfinger Altstadt verwandelt sich durch den Töpfermarkt in einen bunten Keramikkunst-Treff. Foto: Roland Sigwart Photographie/Roland Sigwart

Ein erneuertes Rahmenprogramm mit etlichen Angeboten bereicherte ebenfalls das vielfältige Töpfermarktwochenende: Die Stadt Hüfingen hatte auf dem Burgplatz ein Kinderatelier eingerichtet, in dem sich die allerjüngsten Besucher eigene Keramikkacheln gestalten konnten. Ein Kinderkeramikworkshop unter professioneller Anleitung von Christine Huss gab es in der Festhalle an beiden Tagen ebenso wie eine japanische Teezeremonie, die der in Japan ausgebildete polnisch-australische Teemeister Adam Somu Wojcinski unter Einbeziehung von ausgestellten Keramikgefäßen zelebrierte.

Roland Dreizler aus Rottweil bewundert die skurrilen Figuren von der Freiburger Skulpturenkünstlerin Irmgard Waning. Foto: Roland Sigwart Photographie /Roland Sigwart

Jurypreis geht an Heilbronner Künstlerin

Das Publikum selbst durfte sich auch am Geschehen beteiligen: In der Rathausgalerie zeigten insgesamt 18 Marktteilnehmer im Rahmen der Wettbewerbsausstellung „Glanzstücke – The Best Pieces of the Year 2023“ typische Exponate, bei denen die Marktbesucher ihr Lieblingsstück küren durften. Bereits am Samstagabend war der Sieger des Jurypreises bekanntgegeben worden, der mit Martina Sigmund-Servette dieses Jahr an eine Heilbronner Künstlerin ging. Deren freigedrehtes „Porzellan-Paar“ gefiel der Jury mit Bürgermeister Michael Kollmeier, Adriane Faller-Budasz und Keramikkünstler Manfred Emmenegger-Kanzler am besten.

Im Stadtmuseum

Ausstellung
Zu Ende sind die 31. Internationalen Hüfinger Keramikwochen mit dem Töpfermarkt an vergangenen Wochenende noch lange nicht – ganz im Gegenteil: Der Markt in Hüfingens „guter Stube“ bildete „nur“ den Auftakt! Bis zum Herbstanfang am 24. September ist im Hüfinger Stadtmuseum noch die hochkarätige Ausstellung der beiden zeitgenössischen Künstler Annett Ulrike Meier (aus Weimar) und Simon Manoha (aus der Region Auvergne-Rhone-Alpes/Frankreich) zu sehen.