Die schriftlichen Abiturprüfungen neigen sich dem Ende zu – Elias Lutz und Victoria Schindel können bereits einen Haken dahinter setzen. Foto: Speicher

Die gefürchtete Abiturprüfung Mathematik stand in dieser Woche an. Unsere Redaktion hat am Kepler-Gymnasium in Freudenstadt nachgefragt: War es extrem schwer oder unerwartet leicht?

Sie sind fast alle durch, nur noch wenige müssen noch einmal ran und dürfen dann den Stift zur Seite legen – die Rede ist vom schriftlichen Abitur, das sich dem Ende zuneigt. Am Mittwoch stand eine der gefürchtetsten Prüfungen an: Mathematik. Damit fiel vielen Schülern des Kepler-Gymnasiums in Freudenstadt eine Last von den Schultern.

 

Unsere Redaktion war am Tag der Prüfung vor Ort und hat die Absolventen zum Abitur befragt. Wie geht es ihnen nach den Prüfungen? Was war in diesem Jahr unerwartet schwer und überraschend leicht?

Samuel Kovacic und Danny Wiedemann müssen am Montag noch einmal ran: wenn die Physikprüfung ansteht. Foto: Speicher

Samuel Kovacic aus Bad Rippoldsau und Danny Wiedemann aus Alpirsbach kommen um kurz nach 14 Uhr aus dem Schulgebäude. Kovacic packt seine Duplo-Packung in seinen Rucksack und sagt: „Der Zucker war heute auf jeden Fall nötig – es war schon anstrengend.“ Am Montag stünde noch Physik an, daher gebe es nicht viel Zeit zum Ausruhen.

Aber wie lief Mathematik denn nun? „Es ging ehrlicherweise. Zeittechnisch war es in Ordnung, im Großen und Ganzen war es auch echt nicht viel schwerer als andere Prüfungen“, sagt er. „Das Einzige, was schwierig war, war es, konzentriert zu bleiben. Gerade weil es die letzte schriftliche Prüfung war, war die Konzentration gegen Ende echt schwer einzuhalten“, ergänzt sein Kumpel Danny Wiedemann. „Man hat Fehler gemacht, später noch mal drüber geschaut und die Fehler dann erst noch mal korrigiert. Dann konnte es auch mal knapp werden – aber von der Schwierigkeit ging es eigentlich“, sagen sie.

Einig sind sie sich auch, welche Prüfung bislang die leichteste war: „Auf jeden Fall Englisch, darauf hat uns unser Lehrer gut vorbereitet und dann ging es auch gut.“ Dennoch heißt es noch einmal Daumen drücken, wenn Physik am Montag ansteht.

Lisa-Marie Mattheis und Paula Owsian sind mit allen Prüfungen durch. Foto: Speicher

Paula Owsian aus Freudenstadt und Lisa-Marie Mattheis aus Loßburg haben bereits einen Haken hinter ihre Prüfungen gesetzt, erzählen sie. „Wir fühlen uns gut – haben aber auch kein Mathematik mitgeschrieben, sondern sind schon mit den Prüfungen durch.“

Dass sich die Schulzeit dem Ende zuneigt, hätten sie noch nicht ganz realisiert. „Ich hab letztens alle Schulsachen ausgeräumt, und da ist mir erst bewusst geworden, dass es das dann jetzt war“, sagt Lisa-Marie Mattheis. „Am schwersten waren Chemie und Biologie – wohingegen Spanisch echt am leichtesten war“, meinen die Absolventinnen.

Und wie geht es nach der Schulzeit weiter? „Für uns geht es beide zum ‚Work and Travel‘“, erzählen sie. Mattheis überlegt, nach Australien oder Neuseeland zu gehen und danach zu studieren; Paula Owsian erzählt, für sie gehe es nach Asien, Süd- und Mittelamerika und nach Afrika.

David Wörner und Philipp Müller fühlen sich „befreit“. Foto: Speicher

David Wörner aus Alpirsbach und Philipp Müller aus Freudenstadt „fühlen sich befreit“ nach der Matheprüfung, erzählen sie. „Wir sind absolut in Partylaune.“ Von den Prüfungen seien ihnen Englisch und Deutsch nicht so leicht gefallen. „Geografie war dafür umso besser, das ist ein gutes Lernfach“, sagt Philipp Müller.

Elias Lutz und Victoria Schindel haben alle schriftlichen Prüfungen hinter sich. Foto: Speicher

Victoria Schindel aus Freudenstadt zeigt sich mehr als erleichtert nach der Prüfung: „Endlich, endlich bin ich durch.“ Ihr ginge es richtig gut, meint sie – und: Mathe sei „echt okay“ gewesen. Ihr Mitschüler Elias Lutz aus Peterzell ergänzt, dass die ganze Stufe „echt gut“ in Mathe sei – „wir haben einen krassen Durchschnitt in Mathe.“

Elias Lutz erzählt, er sei bereits seit Ende April durch, da er Deutsch, Englisch und Religion geschrieben habe und diese Prüfungen früher waren. „Das Englisch-Listening war echt respektlos – da hat ein Ire gesprochen und das zu verstehen, war echt ein bisschen crazy“, erzählt er. Pünktlich zum ersten Mai sei er mit seinen Prüfungen fertig gewesen und habe das Wochenende genießen können.

Am leichtesten sei Geschichte gewesen, meint Victoria Schindel. „Da musste man einfach nur herunterschreiben, das war gut.“ Schwierig hingegen sei Physik gewesen: „Weil man einfach nicht ein bestimmtes Schema lernen konnte, sondern man musste wirklich die ganze Bandbreite lernen“, sagt sie. Einig sind sich die beiden allerdings in einer Sache: „Das Abitur geht wirklich – es fühlt sich einfach an wie eine sehr lange Prüfung. Wenn man es die zwei Jahre davor hinbekommen hat, dann kriegt man auch das Abitur hin.“