Vladan Lipovina und der HBW nehmen in Ludwigshafen die Big Points ins Visier. Foto: Eibner

In der Handball-Bundesliga kann sich der HBW Balingen-Weilstetten beim Gastspiel bei den Eulen Ludwigshafen ein Fünf-Punkte-Polster zulegen – oder in den Sog nach unten geraten.

Es ist wohl das Schlüsselspiel im Rennen um den Klassenerhalt schlechthin in der Handball-Bundesliga, wenn der HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag bei den Eulen Ludwigshafen antritt (13.30 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle).

Drei Punkte trennen den HBW Balingen-Weilstetten, der als 16. den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, von den Eulen aus Ludwigshafen auf dem 17. Rang. Gewinnt der HBW wären es schon fünf und damit ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. "Fünf Punkte wären schon eine Hausnummer. Wir wollen unseren Job sauber machen. Friesenheim ist zwar schwer zu spielen, die Aufgabe ist aber lösbar. Wenn wir ein gutes Spiel machen, haben wir gute Chancen zu gewinnen", sagt HBW-Trainer Jens Bürkle.

Die Eulen lieferten zuletzt starke Leistungen ab, gewannen beim HC Erlangen (24:19) und zu Hause gegen den Bergischen HC (28:22). Anschließend zeigten sie sich von einer unerwarteten 26:28-Heimniederlage im Kellerduell mit der HSG Nordhorn-Lingen gut erholt und setzten sich bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 28:25 durch.

Am vergangenen Donnerstag lieferte das Team von Trainer Benjamin Matschke der MT Melsungen in Kassel einen heißen Kampf, lag bis zur 50. Minute in Front, um am Ende noch mit 23:25 zu verlieren. "Erlangen und Hannover waren in diesen Spielen personell stark geschwächt, aber die Eulen haben ihre Chancen genutzt. Es ist ein unangenehmer Gegner, der in der Abwehr sehr penetrant und konsequent spielt und häufig an sein Top-Niveau herankommt", sagt Bürkle. In der Offensive gibt der torgefährliche Spielmacher Dominik Mappes den Ton an – "Bürkle: "Er kommt mit hohem Tempo und vielen Schritten angerannt". Und mit Hendrik Wagner haben die Ludwigshafener, bei denen sich mit Jan Remmlinger in den vergangenen Jahren ein Eigengewächs des HBW in der Bundesliga etabliert hat, einen wurfgewaltigen Rückraumspieler in ihren Reihen, der sowohl von der linken als auch von der rechten Halbposition Akzente setzen kann.

An das Spiel in der Vorrunde gegen die Eulen hat der HBW keine guten Erinnerungen. Damals gewannen die Friesenheimer in der Balinger Sparkassen-Arena mit 27:26. "An der Niederlage waren wir selbst schuld", so Bürkle, der den Spieß mit seinem Team nun umdrehen und am besten auch noch den direkten Verglich mit den Pfälzern für sich entscheiden will. Während Eulen-Coach Matschke auf seinen kompletten Kader setzen kann, muss Bürkle definitiv auf die Langzeitverletzten Marcel Niemeyer und James Junior Scott – er wurde am lädierten Sprunggelenk operiert – verzichten.

Lukas Saueressig und Kreisläufer Kristian Beciri, die angeschlagen aus der Partie gegen den Bergischen HC herausgingen – der HBW feierte einen 29:27-Heimsieg und verbesserte seine jüngste Bilanz auf 7:3 Punkte – sind hingegen am Sonntag dabei. Ob Kapitän Jona Schoch und Rechtsaußen Gregor Thomann für ein Comeback bereit sind, wird sich zeigen.

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