Ein leerer Briefkasten? Darüber haben sich Schwenninger geärgert. Foto: © Petra Beerhalter – stock.adobe.com/Petra Beerhalter

In zehn Bezirken in Schwenningen, darunter weitläufig im Innenstadtbereich, habe es in den vergangenen zehn Tagen keine Postzustellung gegeben. Darüber ärgerten sich Leser. Doch ganz so dramatisch sei es nicht, wie die Post auf Anfrage zurückrudert.

Verärgert haben sich Leser an unsere Redaktion gewendet. Laut diesen hat es in Schwenningen mit der Postzustellung erheblich gehapert – und zwar in einem großen Bereich in der Innenstadt, darunter unter anderem am Marktplatz.

 

Kunden der Post haben es in Schwenningen derzeit nicht leicht, denn ab 9. Oktober schließt nach einer Hiobs-Botschaft im Juni auch die Postbank-Filiale in der Friedrich-Ebert-Straße endgültig. Bereits seit dem 11. Juni wurde dort das Angebot der Post- und Paketdienstleistungen eingestellt. Am Standort soll demnach lediglich das Postbank-Finanzcenter verbleiben. Eine Ausweichstelle wurde im Mühlweg 100 eingerichtet.

Doch dass es in Schwenningen in diesen Tagen so dermaßen mit der Zustellung gehapert haben soll, kann ein Sprecher der Deutschen Post auf Anfrage der Redaktion nicht bestätigen.

Post-Sprecher kann Aussage nicht bestätigen

„Die Aussage, die Post sei in rund zehn Bezirken in Schwenningen nicht zugestellt worden, kann ich nicht bestätigen“, schreibt Post-Sprecher Dieter Nawrath. Richtig sei hingegen, dass „es zu Laufzeitverzögerungen bei der Zustellung kam, aber eben nicht im genannten Ausmaß“. Die Gründe für die Verzögerung seien ein erhöhter Krankenstand und der „wohlverdiente Urlaub“ von Kolleginnen und Kollegen gewesen. „Dies war trotz aller Anstrengungen leider nicht ganz zu aufzufangen, so dass nicht immer eine taggleiche Zustellung erfolgte. Wie der Sprecher bestätigte, betrafen die Verzögerungen vor allem einen Bezirk im Schwenninger Innenstadtbereich.

Wie Nawrath auch sagt, tue man stets „alles dafür, die Verzögerungen für die Kunden möglichst gering zu halten.“ Auch nehme man jede Beschwerde der Kunden ernst und sei immer bereit, den konkreten Fällen nachzugehen. Was laut Nawrath erfreulich sei, sei die Tatsache, dass ergriffene Maßnahmen, zum Beispiel Neueinstellungen wirken und das Problem behoben sein sollte.