Auch Barcelona-Coach Ronald Koeman weiß nicht, ob er mit Messi planen kann. Foto: Eibner

Erst Bayern München (gegen Köln), dann am 8. August der DFB-Pokal-Hit gegen Schalke, aber keine U19-Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz und England Anfang September in der Villinger MS Technologie-Arena. Dies steht seit Montag fest. Organisatorisch sei dies einfach nicht machbar.

"Leider", hätte 08-Sportvorstand Arash Yahyaijan die beiden Partien der deutschen Youngster gerne im Frieden- grund verfolgt. "Doch es geht zeitlich einfach nicht", verweist der Villinger auch auf den engen Zeitplan der Oberliga-Mannschaft. Diese erwartet nicht nur am 28. August (Samstag, 15.30 Uhr) den FC Nöttingen in der Arena, sondern muss auch am Mittwoch, 1. September (18 Uhr), beim SV Oberachern antreten. Und am Samstag, 4. September, gibt mit den Stuttgarter Kickers einer der großen Titelanwärter die Visitenkarte in Villingen ab.

Laut DFB-Homepage hat die deutsche U19-Nationalmannschaft im Rahmen ihres Lehrgangs vom 29. August bis 7. September Testspiele gegen die Schweiz (Freitag, 3. September) und England (Montag, 6. September) geplant. Angedacht war, dass die deutsche Elf in Aasen während des Lehrgangs trainiert, ein Hotel in Villingen bezieht und die beiden Freundschaftsspiele im Friedengrund austrägt. Vom DFB war am Montag kein Verantwortlicher erreichbar. Yahyaijan hofft nun, dass sich zumindest mittelfristig wieder die Chance ergibt, dass der DFB eine seiner Nachwuchsmannschaften nach Villingen schickt. Die ausgezeichneten Möglichkeiten beim FC 08 und in dieser Region hätten sich ja herumgesprochen.

So macht nach dem 1. FC Köln bekanntlich ab Mittwoch der FC Barcelona im Donaueschinger Öschberghof Station. Klar ist bisher, dass der Weltklub am Samstag (18 Uhr) ein Testspiel beim VfB Stuttgart bestreitet und am Mittwoch, 4. August (19 Uhr), bei RB Salzburg testet. Am Donnerstag werden die Spanier ihre ersten zwei Trainingseinheiten in Aasen absolvieren. Nach Informationen unserer Zeitung wird der Weltklub aber die Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren. "Wir sind als Helfer jedenfalls nicht so wie noch gegen Köln involviert", erklärt Aasens Coach Axel Schweizer.

Sehr fraglich ist, ob Lionel Messi die gepflegten Trainingsplätze des SV Aasen kennenlernen wird. Der sechsmalige Weltfußballer hat – trotz angeblicher Verlängerung bis ins Jahr 2026 – noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. Zudem zeigte der Argentinier bis zum 11. Juli bei der Copa America sein Können. Weiter, so Medienberichte am Montag, droht dem FC Barcelona, dass Messi auch im Falle einer Vertragsverlängerung eventuell ein halbes Jahr lang, also bis Januar 2022, nicht spielberechtigt wäre. Dies wäre angeblich der Fall, wenn die finanziellen Vorgaben der spanischen Liga nicht eingehalten werden und die Gehälter im Kader der Katalanen zu hoch sind. Neben Messi könnten auch die Neuen Memphis Depay, Sergio Agüero, Eric Garcia und Emerson Royal ein halbes Jahr lang zum Zuschauen verdammt sein. Für Spannung wäre also während der Barcelona-Tage im Öschberghof und in Aasen auch in dieser Hinsicht gesorgt.

Apropos Memphis Depay: Der Niederländer hat am Samstag bei seinem Debüt für den FC Barcelona gegen den FC Girona beim 3:1-Sieg gleich einen Treffer erzielt. "Memphis hat mehr Minuten gespielt als geplant, aber er ist ein Spieler von sehr großer Qualität", zitiert die Sportzeitung Mundo Deportivo Coach Ronald Koeman.

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