Auch in Schwenningen fand im Rahmen des Einsatzes, den ein Mann in Dauchingen ausgelöst hatte, eine Maßnahme statt. Foto: Marc Eich

Eine psychisch auffällige Person hat zu einem größeren Polizeieinsatz in Dauchingen geführt, auch in Schwenningen fanden Überprüfungen statt. Das sind die Hintergründe.

Aufregung am Sonntagvormittag in Dauchingen. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, nachdem sich auf der Straße ein Mann in einem mutmaßlichen psychischen Ausnahmezustand befand.

 

„Der Mann war wohl sehr laut und hat auf der Straße herumgeschrien“, erklärt ein Polizeisprecher in diesem Zusammenhang. Die Lage habe die Anwohner beunruhigt, weswegen schließlich vier Streifenwagen sowie ein Polizeihundeführer nach Dauchingen fuhren.

Allerdings sei der Mann beim Eintreffen der Polizei nicht mehr vor Ort gewesen – die Folge war eine Suche in der Gemeinde. Die Maßnahme der Polizei führte wiederum zu Gerüchten, in Dauchingen habe ein Amoklauf stattgefunden. Dabei handelte es sich jedoch um Falschinformationen, die jeder Grundlage entbehrten, betonten die Beamten. Gegen 12.15 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Der Mann wurde in Dauchingen angetroffen, „er wurde einem Facharzt vorgestellt“, erklärt der Sprecher.

Im Rahmen des Polizeieinsatzes in Dauchingen kam es darüber hinaus zu Maßnahmen in der Dauchinger Straße in Schwenningen. „Hier gab es eine Überprüfung in diesem Zusammenhang“, heißt es aus dem Polizeipräsidium. Dort hatten die Polizeibeamten, teils mit Maschinenpistolen bewaffnet, ein Wohnhaus überprüft. Zu weiteren Maßnahmen war es dort jedoch nicht gekommen.

Kein Zusammenhang mit entflohenem Straftäter

Seinen Angaben zufolge habe für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Und: Der Einsatz hing nicht mit dem Straftäter zusammen, der aus dem Zentrum für Psychiatrie in Reichenau bei Konstanz entflohen ist. Auch mit diesen Gerüchten konnte die Polizei aufräumen.