Zwei Straßen – die Herrmann-Wiehl- und die Gewerbehallestraße – sollten eigentlich in den kommenden Monaten samt örtlicher Wasser- und Gasversorgung saniert werden. So zumindest der Plan der Stadtverwaltung. Vorerst kann aber nur eine der beiden Maßnahmen umgesetzt werden.
St. Georgen - Insgesamt etwas mehr als 190 500 Euro kostet die Sanierung der Hermann-Wiehl-Straße, die in St. Georgen in den kommenden Monaten ansteht. Für den Löwenanteil der Kosten von insgesamt knapp 160 000 Euro muss die Stadt aufkommen. Den Rest teilen sich die Stadtwerke Villingen-Schwenningen für die Arbeiten an der Gasversorgung und der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar.
Hermann-Wiehl-Straße wird gesperrt
Das Unternehmen aus Triberg, an das der Gemeinderat Erd-, Tief- und Straßenbauarbeiten für die Wasserversorgung, Wasserhausanschlüsse, Straßenunterhaltung, Straßenbeleuchtung und Kanal in seiner jüngsten Sitzung vergab, könne mit diesen schon bald beginnen, erläuterte Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts, in der Sitzung. Während der Bauzeit wird die Hermann-Wiehl-Straße gesperrt sein. Für Anwohner soll die Befahrung eingeschränkt möglich bleiben.
Geplant ist im Zuge der Baumaßnahme, dass auf einer Länge von 94 Metern die Wasser- und Gasversorgungsleitungen sowie die entsprechenden Hausanschlüsse erneuert beziehungsweise auf die neue Leitung umgehängt werden. Darüber hinaus wird der Mischwasserkanal an insgesamt vier Stellen repariert. Ab der Pflasterung im Einmündungsbereich der Bahnhofstraße bis zur Hans-Thoma-Straße wird zudem die Straßenoberfläche saniert. Auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Die vier neuen Leuchten, die installiert werden, entsprechen dem Typ, den der Gemeinderat auch für die Langenschiltacher Straßenbeleuchtung ausgesucht hat und der künftig nach und nach die Leuchten im ganzen Stadtgebiet ersetzen soll.
Hohe Kalkulation zahlt sich nun aus
Überall dort, wo neue Wasserleitungen verlegt werden, wird darüber hinaus auch die Grundlage für den späteren Anschluss ans Breitbandnetz geschaffen. Über den Mikrorohrverband, der unter der Hermann-Wiehl-Straße verlegt und bis auf die angrenzenden Grundstücke sowie im Zuge der Erneuerung der Hausanschlüsse in die Gebäude geführt wird, kann das schnelle Internet später in die Haushalte kommen.
"Unsere Kalkulation war schon sehr hoch angesetzt", meinte Tröndle in der Sitzung in Bezug auf die Kosten. Nun aber sei das positiv, denn die Maßnahme ist durch die im Haushalt eingeplanten Finanzmittel gedeckt. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Vergabe der Arbeiten.
Arbeiten an Gewerbehallestraße verschieben sich
Zusätzlich zur Maßnahme in der Hermann-Wiehl-Straße hatte die Stadtverwaltung im Januar vergleichbare Arbeiten auch für die Gewerbehallestraße ausgeschrieben – allerdings ohne Erfolg. Kein einziges Unternehmen gab ein Angebot für die geplante Maßnahme ab. In drei Bauabschnitten sollten in der Gewerbehallestraße insgesamt gut 230 Meter Wasser- und Gasleitungen verlegt werden. Zudem sah die Planung der Stadtverwaltung vor, auf einer Länge von etwa 45 Metern im Bereich der katholischen Kirche die Asphaltdeckschicht zu erneuern.
Nun verschieben sich die Arbeiten, die laut der Ausschreibung ursprünglich Mitte April bis Mitte Juli stattfinden sollten. Dort, wo im Zuge der Tiefgaragensanierung die neue Zufahrt in der Gewerbehallestraße entstehen soll, ist geplant, die Gas- und Wasserleitungen noch in diesem Jahr im Zuge der Arbeiten an der Tiefgaragenzufahrt zu erneuern.
Letzter Bauabschnitt erst 2024 oder 2025
Die restlichen Arbeiten im ersten Bauabschnitt zwischen Gerwig- und Bahnhofstraße werden wohl zusammen mit dem dritten Bauabschnitt, der den Kreuzungsbereich der Gewerbehalle- mit der Gerwigstraße umfasst, und in Absprache mit den Stadtwerken Villingen-Schwenningen 2024 oder 2025 erledigt. Der zweite Bauabschnitt, der den Bereich der Gewerbehallestraße zwischen Friedrich- und Gerwigstraße betrifft, soll schon etwas früher realisiert werden – eine erneute Ausschreibung ist für die zweite Jahreshälfte 2022 oder das Jahr 2023 geplant.