So wie noch 2019 werden die Besucher in diesem Jahr den Bummel auf dem Heiligenbronner Zwetschenmarkt nicht verbringen können. Sie müssen Maske tragen. Foto: Herzog

Gedämpfte Freude bei Marktbesuchern: Der traditionelle Zwetschenmarkt in Heiligenbronn am Samstag, 11. September, findet eingeschränkt mit der 3G-Regel und ohne das Schlachtfest der Feuerwehr statt.

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Schramberg-Heiligenbronn - Nachdem der traditionelle Zwetschgenmarkt im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie von der Stadt als Veranstalter abgesagt wurde und auch das Schlachtfest der Feuerwehr ausfiel, gibt es in diesem Jahr von beidem wenigstens etwas.

Wenn am Samstag rund 80 Händler in der Kreuz-, Kirch- und Bonaventura-Hauser-Straße ihre Waren von 8 bis 18 Uhr anbieten, werden sich vor allem die Marktbesucher umgewöhnen müssen. Für sie besteht auf dem gesamten Marktgelände Maskenpflicht. Wie Gisela Wegner von der städtischen Abteilung öffentliche Ordnung bekannt gibt, hat die Stadt, um den Corona-Auflagen gerecht zu werden, ein Security-Unternehmen beauftragt. Dieses wird an allen Zugangswegen zum Markt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) kontrollieren.

Genügend Desinfektionsmittel aufgestellt

Es ist genügend Desinfektionsmittel aufgestellt. Während ein Marktbummel also unter Einschränkungen möglich ist, wird die Feuerwehr-Abteilung Heiligenbronn nach der Absage 2020 auch dieses Jahr kein Festzelt aufstellen und die Besucher bei ihrem Schlachtfest freitags und samstags bewirten. Wie Abteilungskommandant Alois Kimmich gegenüber unserer Zeitung erklärt, habe sich an der Corona-Situation zum Vorjahr kaum etwas geändert. Die gesetzlichen Auflagen für ein Festzeltbetrieb mit Hygienekonzept seien nach wie vor immens und kaum umsetzbar und stünden zudem in einem schlechten Verhältnis von Aufwand und Gewinn.

Der Abteilungs-Ausschuss habe nach eingehender Beratung beschlossen, am Stand in der Kirchstraße 7, an dem die Feuerwehr seit vielen Jahren Zwetschgen und Birnen verkauft, ein kleines Zelt aufzubauen und samstags ab 8 Uhr neben Obst eine "Schlachtplatte to go" anzubieten – allerdings nur so lange der Vorrat reiche und kalt zum Mitnehmen. Laut Kimmich würde es wiederum einen immensen Aufwand bedeuten, Schlachtplatte fertig zuzubereiten und verpackt zum Abholen anzubieten. "Bei vielen Besuchern außerhalb Heiligenbronns wäre die Schlachtplatte ohnehin kalt, bis sie zu Hause ankommen. Sauerkraut und Kesselfleisch sind vorgekocht, sodass beides nur aufgewärmt und die Würste ins heiße Wasser gelegt werden müssen", schildert Kimmich.

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