Eine Entscheidung des Marbacher Ortschafsrats kritisiert unsere Leserin
Wirklich kein Geld für den Ersatz von 30 Jahre lang durch hunderte Kleinkinder beanspruchte WC-Brillen sowie für Toilettentrennwände aus Spanplatten?
Soweit sind wir also nun auch im idyllischen Marbach, der Heimat des legendären Riegger Paule sowie des jahrzehntelang rührigen Ortsvorstehers Rolf Effinger, die beide ebenso wie die langjährige sehr engagierte Ortsvorsteherin Diana Kern-Epple ein großes Herz für Kinder und ein Gespür für deren Bedürfnisse hatten.
Die beiden erstgenannten müssen sich bei Diskussionen mit so wenig Einsicht um absolute Notwendigkeiten im Grab umdrehen.
Das besorgte pädagogische Fachpersonal verschiebt die Anschaffung von wichtigen Spielgeräten in das Folgejahr, das Kita-Fachamt bietet an, die Tür-Griffe zu finanzieren, und der Hausmeister hilft beim Rückbau der alten Wände, und das alles, um die Zustimmung durch die Damen und Herren Ortschaftsräte zu erlangen.
Was gibt es da noch zu überlegen?
Noch nicht einmal nach diesen Vorschlägen und Angeboten zur Verteilung der vom Bauamt zu veranschlagenden Kosten auf mehrere städtische Schultern konnte man sich anschließend im Ortschaftsrat zu einem positiven Beschluss durchringen, die noch fehlenden 7500 Euro aus Eigenmitteln zu genehmigen, oder notfalls eben bei Sponsoren zu erbetteln? Was gibt es denn für den Ortschaftsrat da noch zu überlegen?
Prioritätensetzung scheint hier dringend geboten, denn kostengünstiger geht es nicht, wenn man eine zukunftsorientierte und vor allem hygienische Lösung für Kleinkinder anstrebt und endlich die Hinweise des ohnehin in vielerlei Hinsicht strapazierten pädagogischen Personals ernst nehmen möchte.
Wie lautet denn die Meinung des Elternbeirates des Marbacher Kindergartens zu diesem Thema? Bitte nicht vergessen: Eltern sind Wähler und sollten ihre Stimme erheben, wenn es um ihre Kinder geht, sofern nicht längst erfolgt. Das Thema könnte im nächsten Jahr natürlich auch für Marbacher Fasnet-Comedy der besonderen Art oder im OB- Wahlkampf für Unterhaltung sorgen.
Wirklich kein Ruhmesblatt für VS!
Renate Späth-Bächle VillingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.