Alle drei eingereichten Projekte aus Freiburg gehen beim Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ leer aus.
Der Bund stellt keine Mittel aus dem Förderprogramm für die Sanierung kommunaler Sportstätten für Freiburger Projekte bereit. Das hat die Grünen-Bundestagsabgeordnete Chantal Kopf aus Freiburg nun in einer Mitteilung kritisiert. Keiner der Freiburger Projektanträge habe es in die fertige Projektliste in Berlin geschafft.
Dabei wäre es insbesondere für die lange überfällige, geschätzt rund 40 Millionen Euro teure Sanierung des Eisstadions, wichtig gewesen, Geld aus Berlin zu bekommen. Wie es nun mit dem Projekt weitergeht, ist unklar. Hatte man bei den Plänen auf die Mittel vom Bund gehofft, muss jetzt die Lücke von rund acht Millionen geschlossen werden.
Der Eishockeyzweitligist EHC Freiburg, der in der Halle seine Heimspiele austrägt, soll bereits neun Millionen zur Sanierung beisteuern, weitere Millionen seien für den Verein nicht möglich.
Lediglich 333 Millionen Euro im Fördertopf
Neben der Eishalle gehen auch das Bad in Haslach und die Steinriedhalle im Stadtteil Waltershofen leer aus. Der Bund habe für das Sanierungsprogramm lediglich 333 Millionen Euro bereitgestellt, kritisiert Kopf weiter.
Die Anträge aus ganz Deutschland seien aber 22-mal so hoch gewesen. Der schwarz-roten Koalition in Berlin wirft die Freiburger Bundestagsabgeordnete eine „gravierende Missachtung der finanziellen Situation vieler Kommunen“ vor. CDU und SPD würden die „enorme Bedeutung“ kommunaler Sportstätten nicht wahrnehmen.