Die Zeit für den Fußball wird knapp. Foto: Eibner

Am 8. April möchte der Südbadische Fußball-Verband über einen Saisonabbruch entscheiden. Wir haben uns bei den Vereinen im Bezirk Schwarzwald umgehört.

Holger Rohde (Trainer des FV Marbach, Frauen-Verbandsliga): »Ich denke, man kann zu hundert Prozent davon ausgehen, dass ab dem 9. Mai nicht gespielt werden kann. Der Bezirk Schwarzwald besteht aus mehreren Landkreisen, in denen aufgrund des derzeitigen Inzidenzwertes es utopisch ist, an Training zu denken. Da unsere Spielerinnen noch nicht geimpft sind, stellt sich natürlich die Frage, woher sie die Tests bekommen und ob sie diese letztlich auch selbst bezahlen sollen. Wir hoffen einfach, dass es ab Juni oder Juli wieder möglich ist. Wichtig wäre es zukünftig einfach, dass wir sozusagen am Ball bleiben können.«

Jürgen Fischer (Trainer des SSC Donaueschingen, Kreisliga A2): »Für mich war es schon länger klar, dass es nun wohl zum Abbruch der Runde kommt. Die Inzidenzzahlen gehen hoch. Somit ist schon alles gesagt. Sicherlich war es auch klar, dass der Verband nach meinen Informationen laut seinen Statuten die Runde nicht zu früh absagen kann. Ein Abbruch für unseren Verein sehe ich als erträglich an. Da wohl erst nach dem Juli wieder regulär trainiert und gespielt werden kann, müssen wir selbst schauen, was wir in Sachen Fitness bis dahin tun können. Das Coronavirus dürfte uns noch länger begleiten. Deshalb hoffe ich, dass der Verband für die nächste Saison eine effektive Strategie entwickelt, um nicht wieder im Spielbetrieb vor den gleichen Problemen zu stehen.«

Heinrich Drzyzga (Vorsitzender des VfB Villingen): »Die bis zu 14-Jährigen dürfen derzeit noch normal trainieren. Es ist zu hoffen, dass sie zumindest die Vorrunde zu Ende spielen können. Bei den Aktiven ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. So dürfte ein Saisonabbruch wohl kommen. Jedenfalls dürfte kein Spieler einen Test auf eigene Kosten machen lassen, um trainieren zu können. Jetzt müssen wir schauen, dass alle die Lust am Fußball aufrechterhalten werden. Wann dann wieder eine Vorbereitung auf die kommende Runde möglich ist, wird sich dann noch weisen. Vielleicht können wir noch kleine Pokalrunden in den Monaten Juni oder Juli auf den Sportplätzen absolvieren. Damit die Spieler doch noch mit Ball agieren können und weiter bei der Stange bleiben. Der Verband Hamburg gilt hier mit seinem Modell als Vorreiter.«
 

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