Die Corona-Schwerpunktpraxis in Friesenheim ist geschlossen worden – es gibt kein Bedarf mehr. Foto: Bohnert-Seidel

Das Pfarrhaus in Friesenheim ist wieder geräumt und geputzt, die Corona-Schwerpunktpraxis "außer Betrieb". Die Schließung hat einen einfachen Grund: "Es gibt keinen Bedarf mehr", heißt es auf Anfrage von der Pressestelle der Gemeinde Friesenheim.

Friesenheim - Mit der Schwerpunktpraxis sollte eine Entspannung bei den Friesenheimer Hausarztpraxen garantiert werden. Ausgelagert waren Patienten mit dem Verdacht auf eine Covid-19-Infektion. Im Vorhinein absehbar war die Betriebsdauer der ausgelagerten Praxis nicht. Mit dem Rückgang von Patienten, die an dem Coronavirus erkrankt sind, war auch die Praxis nicht mehr länger notwendig.

Die Gemeinde Friesenheim hatte diese Form der Auslagerung mit einem einstimmigen Beschluss aus dem Gemeinderat im vergangenen Jahr genehmigt. Die angefallenen Kosten für die Einrichtung der Praxis sowie die regelmäßige Reinigung sind über den Haushalt der Gemeinde Friesenheim gedeckt worden. Eine spezielle Reinigung war nicht notwendig.

Die Kosten für die Einrichtung werden von Gemeinde getragen

"Die Praxis wurde auch zum Schluss, wie immer gründlich gereinigt", heißt es von der Gemeinde. Wie viele Patienten tatsächlich in der Praxis ein und ausgegangen sind, darüber gebe es keine Erhebung. Auch über die Anzahl von Covid-Patienten gebe es in Friesenheim keine Statistik. Die Zahlen lassen sich auch nicht über das Gesundheitsamt ermitteln.

Friesenheim zählt knapp 13.000 Einwohner, die sich auf sechs Hausarztpraxen verteilen. Die Kosten für die Praxis von 6000 Euro sind über den Haushalt der Gemeinde gedeckt worden.

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