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Kehl Erfahrungsaustausch über die Grenze

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Pflegedienstleiter tauschen in Kehl ihre Erfahrungen aus. Foto: Diakonie Kork Foto: Schwarzwälder-Bote

Im Epilepsiezentrum in Kehl-Kork haben sich Pflegedirektoren aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Dänemark getroffen. Dabei standen der Erfahrungsaustausch und Lösungsansätze für aktuelle Fragen der Krankenpflege im Mittelpunkt.

Kehl-Kork (red/fs). Thematisiert wurden Maßnahmen des Personalmanagements in den verschiedenen Fachkliniken in Zeiten eines Fachkräftemangels. Wie sich "Arbeit gesund gestalten" lässt, war Inhalt eines Beitrags über einen Workshop mit Pflegepersonal im Epilepsiezentrum Kork.

Gute Erfahrungen machten laut einer Mitteilung alle Zentren mit der Schulung von Patienten und Mitarbeitern auf dem Gebiet der Deeskalation. Weiteres Themenfeld waren die höheren Anforderungen an Pflegekräfte durch die Einbeziehung in neue Therapieformen. Auf besonderes Interesse der deutschen Teilnehmer stießen die Einblicke der Pflegedirektorinnen aus Dänemark über ein standardisiertes Vorgehen bei der Patientenaufnahme, unter anderem mit einem patientenzentrierten telefonischen Interview vor der Behandlung im Krankenhaus.

Alle deutschen Epilepsiezentren befassen sich derzeit mit der Entwicklung eines Leitfadens, um für das System der Fallpauschalen in der Krankenhausfinanzierung komplexe, pflegerelevante Arbeitsschwerpunkte erfassen und dokumentieren zu können. Besuche auf Stationen des Epilepsiezentrums Kork ergänzten den Austausch und gaben Impulse für die eigene Pflegepraxis sowie die Ausstattung von Patientenzimmern, Untersuchungs- und Therapieräumen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Intensiv diskutierten die Teilnehmer aktuelle Ansätze für eine moderne Dienstplangestaltung, die sich an den Mitarbeitern und an arbeitsmedizinischen Grundlagen in Berufen des Gesundheitswesens orientiert. Die Pflegedirektionen befassten sich schließlich mit den Abläufen für die Bearbeitung der Wäsche. Hierfür betreibt die Diakonie Kork zusammen mit einem gewerblichen Partner die Integrationsfirma "Textil-Service Kork". Allein für die Epilepsiekliniken werden hier jährlich etwa 130 000 Kilogramm Wäsche durch die Mitarbeiter gereinigt. Etwa die Hälfte von ihnen sind Menschen mit Behinderungen, die durch die Integrationsfirma einen Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt haben.

Am Rande des Treffens besuchten die Pflegedirektionen das sanierte Therapiebad in der Einrichtung und das Epilepsiemuseum in Kork. Hansjörg Schneble führte anhand verschiedener Exponate in die Thematik ein. Dabei gab der frühere Chefarzt der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche Einblicke in frühere Behandlungsformen.

 

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