Die „Katzenmusik vor dem Rathaus“ zog zahlreiche Besucher am Montagvormittag an.
Wenn Köpfe brennen, Lichter ausgehen und Alphörner Kindheitserinnerungen wecken, dann ist klar: Die Gruppen der Schramberger Katzenmusik, die am Fasnetsmontag das Städtle Schramberg aufwecken, sind in Hochform – und fordern die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Elferrats, ganz schön heraus.
Die Herren auf dem Elferwagen mussten sich zunächst noch sortieren, konnten sich dabei jedoch an Tanja Witkowski orientieren, die als notensicher gilt. Das Taktgefühl des Zunftmeisters ließ allerdings bei der einen oder anderen Wertung zu wünschen übrig.
Die FKK zieht seit nunmehr 20 Jahren durch das morgendliche Schramberg und berichtet, „was alles war“. Ihre Botschaft in diesem Jahr: An allen Ecken brennt es – doch gelernt hat die Stadt offenbar nichts daraus, denn „bald gehen alle Lichter aus“. Fetzig, bissig und laut – so das Urteil der Jury.
Bei den Musikern aus dem Höfle wird das Krankenhaus zum Lost Place: Jahrelang durfte es verrotten, um schließlich zurückgekauft zu werden – wie „alte Klamotten“. Das Höfle selbst sei stark dezimiert worden. Dennoch: Das Ergebnis war prima, einfach spitze, fanden die Elfer.
Die Burgwegler diagnostizierten „simply Asbest“ – schlimmer als manch anderer Stoff und Auslöser für mächtigen Zoff. Ganz andere Sehnsüchte weckten die Alphornbläser der Kolpingsfamilie, die sich nach den Helden ihrer Kindheit zurücksehnten: Heidi und der Ziegenpeter lassen grüßen.
In dieses Bild passten auch die dezimierten Elferfrauen, die mit ansteckend guter Laune – oben, unten und ringsherum – für ein kräftiges Hurra sorgten. Und dann waren da noch die Pinguine aus der Antarktis, die eigentlich als Zuschauer in der Menge standen und sich plötzlich auf den Rathaustreppen wiederfanden. Ihr musikalisch-trockener Kommentar: „quark, quark“.