Im Katholischen Dekanat Freudenstadt müssen Kirchengemeinden in den kommenden Wochen Vorschläge zur „Kirche der Zukunft“ abgeben.
Der Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ befindet sich mittlerweile in der ersten heißen Phase: Nun geht es darum, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie die künftigen neuen Kirchengemeinden aussehen könnten. Dazu gibt es im Katholischen Dekanat Freudenstadt einige Informationsveranstaltungen.
Aus aktuell 1020 rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart sollen 50 bis 80 neue Kirchengemeinden gebildet werden, um Verwaltungsaufgaben zu reduzieren und das kirchliche Leben vor Ort finanziell und personell langfristig zu sichern.
Für die derzeitigen 21 Kirchengemeinden des Katholischen Dekanats Freudenstadt bedeutet dies eine Entscheidung, zu welcher Kirchengemeinde sie künftig gehören werden. Denn die Kirchengemeinden werden als Kirchorte erhalten bleiben, aber nicht mehr als selbstständige Gemeinden, erklärt das Dekanat in einer Mitteilung.
Dekanat sieht zwei Möglichkeiten
Im Moment sieht das Dekanat laut der Mitteilung zwei Möglichkeiten, wie dies konkret aussehen könnte: eine große neue Kirchengemeinde, unter der alle 21 bisherigen Kirchengemeinden vereint sind, oder zwei mittelgroße Kirchengemeinden mit dem Schwerpunkt rund um Freudenstadt und einem zweiten Schwerpunkt Horb und Eutingen.
Bis Ende April müssen die Kirchengemeinderäte Vorschläge abgeben, in welche Richtung sie tendieren. Dazu gibt es im Rahmen öffentlicher Sitzungen der gemeinsamen Ausschüsse der Seelsorgeeinheiten verschiedene Informationsabende, bei denen die Steuerungsgruppe über Hintergründe und Möglichkeiten der Reform berichtet.
Infoabende in Lützenhardt, Mühringen und Alpirsbach
In Eutingen, Baiersbronn, Freudenstadt und Grünmettstetten gab es bereits solche Veranstaltungen. Weitere Termine sind am 5. März in Lützenhardt (katholisches Gemeindezentrum, 20 Uhr), am 17. März in Mühringen (katholischer Gemeinderaum, 19 Uhr) und am 18. März in der Kirchengemeinde Alpirsbach (19 Uhr).
Am 6. März berichtet Bischof Klaus Krämer in Rottweil bei einer Regionalkonferenz über die bevorstehenden Veränderungen. Ein größeres Treffen mit den gewählten Vorsitzenden der Kirchengemeinden, mit dem Dekanatsrat und den hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern des Dekanats ist am 18. April.
Bis spätestens Anfang Mai geben dann die Kirchengemeinden einen Vorschlag ab, wohin sie gehören wollen.