Frederik Reith wird Pfarrer im Odenwald. Der Stellenwechsel soll im Herbst 2025 erfolgen. Erst vor knapp zwei Jahren hat er das Amt in Niedereschach angetreten. Das Bedauern in der Seelsorgeeinheit An der Eschach ist groß.
Der leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit „An der Eschach“ (SE), Frederik Reith, hat die SE erst mit Wirkung zum 25. März 2022 übernommen. Doch nun wird er sie schon bald wieder verlassen.
Innerhalb der Erzdiözese Freiburg stehen gravierende Umstrukturierungen an, ab 1. Januar 2026 soll es nur noch insgesamt 36 Großpfarreien geben.
Reith wird deshalb voraussichtlich im September 2025 die Seelsorgeeinheit verlassen müssen und nach Buchen im Odenwald wechseln.
Großes Bedauern bei vielen Gläubigen
Diese Nachricht sorgte bei vielen Menschen innerhalb der SE für großes Bedauern, denn der junge Pfarrer, dessen Investitur als leitender Pfarrer der SE erst im Mai 2022 erfolgte, ist sehr beliebt und geschätzt. Das zeigen viele Reaktionen, die unmittelbar nachdem die Wechselentscheidung bei der Diözese getroffen und mitgeteilt worden war, erfolgten.
So auch bei der zurückliegenden Versammlung des Fischbacher Kirchenchores. „Wir hätten Sie gerne länger behalten“, brachte die Vorsitzende des Chores, Margit Müller, die Stimmungslage in der SE aus dem Punkt.
So wirklich glücklich schien Reith über die Entscheidung aus Freiburg nicht zu sein, was man auch aus seiner persönlichen Stellungnahme zu dem Thema herauslesen kann.
Entscheidung sehr kurzfristig getroffen
„Diese Entscheidung wurde sehr kurzfristig getroffen und war so nicht von mir geplant, es ergaben sich jedoch entsprechende Notwendigkeiten seitens der Erzdiözese, die am Ende den Ausschlag gegeben haben“, so Pfarrer Reith. Seine Zeit in der Seelsorgeeinheit ende nun früher, als er das vorhatte.
„Jetzt bleibt nur, die verbleibenden 1,5 Jahre auf die beste Art und Weise zu nutzen und weiter gemeinsam mit Gott und für die Menschen das Gute zu suchen. Ich kann für mich sagen, dass ich mich mit ungebrochenem Eifer in den Dienst stürzen werde und hoffe, dass ich dafür viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter finde. Allen Gottes Segen und melden Sie sich gerne, wenn Sie mit mir sprechen wollen“, fügte Reith hinzu.
Im Jahr 2020 gab es keine Bewerbungen
Die Stelle des leitenden Pfarrers in der SE war seit dem 15. September 2020 vakant, und damals gab es keine Bewerbungen auf diese Stelle. Dekan Josef Fischer aus Villingen leitete seit der Vakanz 2020 als Pfarradministrator die SE, und Reith war dort als Vikar tätig. Da sich auf die ausgeschriebene Stelle niemand beworben hatte, war es von Anfang an im Einklang mit Dekan Fischer die Idee von Reith gewesen, sich um die Stelle zu bewerben, sobald er sein Pfarrexamen bestanden hat. Und das tat er dann auch umgehend und konnte so die SE 2022 offiziell als leitender Pfarrer übernehmen.
Er mag die Landschaft und das Klima im Schwarzwald
Damals äußerte sich Reith dahingehend, dass er die Landschaft und das Klima im Schwarzwald sehr liebe.
Die zur SE gehörenden Pfarreien aus Niedereschach, Dauchingen, Fischbach, Kappel, Königsfeld, Mönchweiler, Neuhausen, Obereschach und Weilersbach seien ihm durch seine Vikarstätigkeit bestens bekannt und er habe sich in dieser Zeit bereits „sehr gut eingelebt“. Er fühle sich überaus wohl in der SE und sehe viel Potenzial. Zudem schätze er die in den Pfarreien vor Ort innerhalb der SE gepflegten „wertvollen und schönen Traditionen“. Hinzu komme ein junges Team, das ihn großartig unterstütze. Zusammen mit diesem Team möchte er schauen, wie man die Gemeinde stärken könne, sagte er damals. Reith ließ diesen Worten Taten folgen, und daher rührt auch die große Wertschätzung von Jung und Alt für den jungen Pfarrer und das nun daraus resultierende große Bedauern, dass er die SE im kommenden Jahr bereits wieder verlassen muss.
Der neue Pfarrer
Pfarrei
Die Erzdiözese Freiburg hat die Namen der zukünftigen 36 neuen Pfarreien bekannt gegeben, die ab dem 1. Januar 2026 errichtet werden. Außerdem wurden gleichzeitig die zukünftigen Pfarrer dieser Pfarreien bekannt gemacht. Pfarrer der neuen Pfarrei „Unsere Liebe Frau, Villingen“, zu der die jetzige Seelsorgeeinheit „An der Eschach“ gehören wird, wird Thomas Mitzkus werden.