Die Welt verändert sich rasant – und damit auch die Kirchenlandschaft im Schwarzwald-Baar-Kreis.
Formen des Engagements verändern sich. Die Angebote der Kirche werden von vielen Menschen immer mehr als fremd und unpassend erlebt, sie gehen und treten aus der Kirche aus.
Auch die Anzahl der Mitarbeitenden geht zurück. Die Erzdiözese Freiburg stellt sich diesen Herausforderungen mit einem von Erzbischof Stephan Burger angestoßenen, umfassenden Zukunftsprozess: Kirchenentwicklung 2030. Der Prozess der katholischen Kirchentwicklung ist auf allen Ebenen (Diözese, Dekanat, Seelsorgeeinheit) im Gange.
Die Auswirkungen auf die Region
Was das für den Schwarzwald-Baar-Kreis bedeutet, wird jetzt deutlich. Für das Dekanat Schwarzwald Baar und die Seelsorgeeinheit Villingen wird sich einiges ändern. Die Raumplanung ist verabschiedet.
Demnach werden die heutigen Seelsorgeeinheiten Villingen, An der Eschach, Zwischen Brigach und Kirnach (Brigachtal), Bregtal (Furtwangen), St. Georgen-Tennenbronn und Maria in der Tanne (Triberg) zu einer Pfarrei neu zusammengelegt. Dies soll zum 1. Januar 2026 erfolgen.
So soll die neue Pfarrei heißen
Aus den sechs Seelsorgeeinheiten mit insgesamt 30 Pfarreien wird dann eine neue gebildet, die den nördlichen Teil des Landkreises abdeckt. Der Name für die neue Pfarrei steht nun auch fest: „Pfarrei Unsere Liebe Frau Villingen“. Der öffentlich rechtliche Name dieser Pfarrei lautet „Römisch katholische Kirchengemeinde Im Quellenland“ und soll deutlich machen, dass die Kirchengemeinde ein Teil des Schwarzwald-Baar Kreises ist und „im Quellenland“ liegt. Dies teilte Dekan Josef Fischer mit.
Die künftige Organisationsstruktur
Es wird ein zentrales Pfarrbüro am zukünftigen Sitz der Pfarrei geben. Die Empfehlung der Projektleitung ist derzeit, dass dieser Sitz der Pfarrei in Villingen sein soll. Neben dem zentralen Pfarrbüro wird es auch etliche Außenstellen dieses Büros in der Fläche geben.
Wer wird der Pfarrer sein?
In diesem Monat wird auch erwartet, dass die Erzdiözese Freiburg entscheidet, wer Pfarrer der neuen Pfarrei werden wird. Die Vorstellungsgespräche mit den Bewerbern fanden statt. Auch die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte und die Hauptberuflichen kommen mit einem Gespräch mit den Interessenten zusammen. Sie geben ein Votum nach Freiburg ab. Schlussendlich entscheidet Erzbischof Burger über die Bestellung. Es ist davon auszugehen, dass der momentane Dekan und Leiter der Seelsorgeeinheit Villingen Josef Fischer sich altersbedingt nicht beworben hat.
Wie es jetzt weitergeht
Den Begriff Seelsorgeeinheit wird es nicht mehr geben. Die neue Pfarrei wird unterteilt sein in Gemeinden, die einen in den neuen Satzungen rechtlich abgesicherten Status haben werden und sich in „pastorale Räume“, die mehrere Gemeinden zusammenfassen, aber keinen rechtlichen Staus haben, zusammenfinden. In Villingen werden die fünf bestehenden Pfarreien und der Filialgemeinde Rietheim als Stadtgemeinde gebildet. Momentan werden die Grundlagen erarbeitet. Dekan Fischer ist sich sicher, dass man auf einem guten Weg ist, der in die Zukunft führt.