Auch in der katholischen Kirchengemeinde Zollern wurde am Sonntag der Pfarreirat gewählt. Foto: Angelika Warmuth/dpa

2111 von 27 275 Wahlberechtigten haben bei der Pfarreiratswahl in der katholischen Kirchengemeinde Zollern ihre Stimme abgegeben. Von 15 Sitzen sind aber drei vakant.

Zum ersten Mal wurde am vergangenen Sonntag ein Pfarreirat für die künftige katholische Kirchengemeinde Zollern gewählt. Mit der Verschmelzung der fünf eigenständigen Kirchengemeinden in Zollern im Zuge der Kirchenentwicklung 2030 zur Superpfarrei St. Jakobus, werden auch die Kräfte der bisher fünf Kirchengemeinderäte in einem Pfarreirat gebündelt.

 

Jede bisherige Kirchengemeinde bildete bei den Pfarreiratswahlen einen Stimmbezirk, für den jeweils drei Sitze zu vergeben waren. Im Vorfeld der Wahl war aber bereits klar, dass nicht alle 15 Plätze im Pfarreirat belegt sein werden. Es hatten sich nur zwölf Kandidaten um einen Platz in dem Gremium beworben. Der designierte leitende Pfarrer, Thomas Fürst, begründete diesen Umstand mit einer gewissen Zurückhaltung der Gläubigen in Hohenzollern im Hinblick auf die anstehenden tiefgreifenden Strukturveränderungen in der Erzdiözese Freiburg. Die Chance im Wandel müsste den Gemeindegliedern noch deutlicher gemacht werden, betonte Fürst.

Wahl glich einer Bestätigung der Kandidaten

Die sonntägliche Wahl glich daher einer formalen Bestätigung der Kandidaten, die sich für den Pfarreirat haben aufstellen lassen. Wie die katholische Kirchengemeinde Zollern am Montag in einer Presseinformation mitteilt, haben 2111 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 7,7 Prozent. Eine Vergleichswert der anderen Pfarreien in der Erzdiözese Freiburg lag noch nicht vor. Bei der vergangenen Kirchengemeinderatswahlen lag die Wahlbeteiligung diözesanweit bei etwa zehn Prozent. Von den 2111 Wählern haben 1143 ihre Stimme online, 233 ihre Stimme per Brief und 735 ihre Stimme im Wahllokal abgegeben.

Der Wahlvorstand zeigt sich in der Pressemitteilung zufrieden mit dem Ablauf der Wahl. Die neuen Pfarreiräte haben eine große Aufgabe vor sich: „Ihre Entscheidungen betreffen nicht nur den eigenen Ort, sondern das größere Gebiet der neuen Pfarrei. Und gleichzeitig werden sie mit ihren vielfältigen pastoralen und administrativen Aufgaben dafür sorgen, dass Kirche in jeder einzelnen Gemeinde, in jedem Dorf, in jeder Stadt lebendig bleibt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Konstituierende Sitzung am 10. November

Der neue Pfarreirat wird sich am 10. November konstituieren; die Amtszeit beginnt am 1. Januar 2026, wenn auch die neuen Pfarreien offiziell an den Start gehen. Die neuen Leitungspersonen haben bereits seit 1. Oktober ihren Dienst aufgenommen.

Auf den Pfarreirat warten in den kommenden fünf Jahren zukunftweisende Entscheidungen für die Ausrichtung der katholischen Kirche in Zollern. Denn: Der Pfarreirat legt die wichtigsten Ziele und Schwerpunkte in der Pfarrei fest, berät über Personalien, vertritt die Kirche in der Gesellschaft und Öffentlichkeit und trägt Verantwortung für die Haushaltsplanung und Vermögensverwaltung. Insbesondere letzter Punkt bringt eine gewisse Brisanz mit sich. Thomas Fürst hatte im Pressegespräch vergangene Woche angekündigt, auch den Gebäudebestand perspektivisch auf den Prüfstand zu stellen.

Das sind die Gewählten für den Pfarreirat in Zollern

Stimmbezirk Hechingen St. Luzius
Thomas Bartle (296 Stimmen); Christine Wolf (296 Stimmen).

Stimmbezirk Bisingen-Grosselfingen-Rangendingen
Yvonne Stoll (427 Stimmen); Helmuth Alznauer (319 Stimmen).

Stimmbezirk Burladingen-Jungingen
Meinrad Hirlinger (399 Stimmen); Jürgen Ulrich (395 Stimmen); Marc Brecht (393 Stimmen).

Stimmbezirk Empfingen-Dießener Tal
Ingrid Präger (457 Stimmen); Rüdiger Albrecht (425 Stimmen); Martin Bodziony (413 Stimmen).

Stimmbezirk Eyachtal-Haigerloch St. Anna
Ralf Schneider (264 Stimmen);