Die Gemeinde Zimmern will auf den Förderzug aufspringen und in der Gesamtgemeinde neue Alarmanlagen installieren - sofern die Zuschüsse fließen. Die Sirene auf dem Flözlinger Rathaus funktioniert nicht mehr. Die anderen in der Gemeinde sind noch betriebsbereit. Foto: Weisser

Die Gemeinde Zimmern hat einen Förderantrag für die Wiedereinführung von neuen stationären Sirenen im Kernort und in den Teilgemeinden gestellt. Den Beschluss fasste das Gremium kürzlich im digitalen Umlaufverfahren. Sollte der Zuschuss gewährt werden, will man dieses Vorhaben nächstes Jahr umsetzen.

Zimmern o.R. - Im jüngst diskutierten Haushaltsentwurf 2022 finden sich die geschätzten Investitionskosten in Höhe von 60 000 Euro wie auch der in Aussicht stehende Förderbetrag über 43 130 Euro. Die Richtlinie zur Förderung war erst anfang Oktober 2021 veröffentlicht worden. Bis zum 12. November mussten die Anträge eingereicht sein. Eine Verlängerung der Frist hatten die kommunalen Verbände trotz großer Bemühungen nicht erreichen können.

Engpass befürchtet

Eile war auf dem Zimmerner Rathaus also geboten. Es sei zu befürchten, so die Verwaltung, dass die Höhe der Fördermittel mit Blick auf das erwartende Antragsvolumen nicht ausreiche. Auch könnte es aufgrund der großen Nachfrage bei der Lieferung von Alarmanlagen zu Engpässen kommen. Für die Alarmierung der Feuerwehren der Gesamtgemeinde wurden die Sirenen nicht mehr benötigt. Diese erfolgte ausschließlich über Meldeempfänger. Doch nunmehr sollen die Sirenen wieder Bestandteil eines Warn-Gesamtkonzeptes werden und in die Alarmierung von Rettungskräften eingebunden werden. Damit könne man die Bevölkerung zusätzlich über Sirenen auf Gefahrenlagen aufmerksam machen.

Warnanlage allein reicht nicht

Diese Funktion könnten akustische Warnanlagen allein aber nicht leisten. Zwingend müssten weitere Medien wie Apps, Radio, Online-Medien zum Einsatz kommen. Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal, bei der die Alarmierung der Bevölkerung im Nachhinein schwer in der Kritik stand, hat die Debatte um die Wiedereinführung von Sirenen ausgelöst und zu einem Umdenken geführt. Ein Test hatte ergeben, dass die Sirenen in Zimmern, Stetten und Horgen noch betriebsfähig sind. Sie können aber nicht über das landesweite Portal angesteuert werden. Die Sirene in Flözlingen, so hieß es, funktioniere nicht mehr. Für diese stünden aber noch Ersatzteile von einer zweiten Sirene, die abgebaut worden sei, zur Verfügung.