Jetzt fiel der Startschuss für den Rückbau des ehemaligen Kasernengeländes auf dem Geißbühl.
Zahlreiche Gebäude, Anlagen und Einrichtungen aus alten Bundeswehrzeiten sind für den Rückbau vorgesehen. Andere wiederum, darunter die prägnanten einstigen Mannschaftsgebäude oder das Gebäude, in dem monatelang das Kreisimpfzentrum beheimatet war, sind für eine Nachnutzung innerhalb des Interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks (IIGP) Zollernalb vorgesehen.
Rückbau – das bedeutet Entkernen, Wertstoffe aussortieren, abreißen und recyclingfähiges Material sichern und wiederverwerten. Das spart Rohstoffe und ist nachhaltig. Los ging es laut einer IIGP-Pressemitteilung offiziell mit der ehemaligen Gärtnerei (Gebäude 47) am äußersten nordwestlichen Zipfel des rund 42 Hektar großen Geländes.
Voraus gingen bereits kleinere Vorarbeiten, die Gebäude mussten von Wasser-, Wärme- und Stromleitungen getrennt werden, oder auch Rodungen. Die Gärtnerei am Waldrand rückte deshalb als Erstes in den Fokus, weil dort Hausrotschwänze brüteten und artenschutzrechtliche Eingriffe nur bis Februar zulässig sind. Für die Vögel wurden anderswo neue Nistkästen angebracht. Als Nächstes kommt hier wieder der Abrissbagger zum Einsatz. Den Anbau der Gärtnerei hat er bereits dem Erdboden gleichgemacht.
Gegenwärtig ist ein halbes Dutzend kräftiger Männer im Gebäude mit der Nummer 51 im Einsatz. Hier, im ehemaligen Unteroffiziersheim, wurden in früheren Tagen sicherlich viele Feste gefeiert und die Soldaten verbrachten unzählige gesellige Stunden in den großzügigen Räumlichkeiten. Zuletzt dienten diese als Tierheim während der Ära des Ukraine-Ankunftszentrums.
Noch bis Ende August dauert der Rückbau des ersten Bauabschnittes. Dabei werden nicht nur Gebäude, sondern auch verschiedene Anlagen demontiert. So beispielsweise Fahrzeugrampen, die alte Tankstelle, die Kleinschießbahn oder Betonmasten mit Antennen, die gleich zuhauf auf dem Areal zu finden sind. Ferner die nach der Umstellung der Heizung auf Holzhackschnitzel überflüssigen Heizöltanks. Die vergebenen Rückbauarbeiten summieren sich auf rund 364 000 Euro.