Absperrband und Baucontainer: Hier wird gebaut. In der Karlstraße gibt es neue Pläne zur Behebung des Leerstandes. Foto: Nadja Varsani

Dort, wo früher die BW-Bank war, herrschte seit Jahren Leerstand. Doch das ändert sich: Jetzt wird umgebaut und es entstehen Wohnungen. Der Bauherr erläutert seine Pläne.

Noch bis zum Beginn der Corona-Krise befand sich im Erdgeschoss der Karlstraße 27 eine Filiale der BW-Bank. Doch seit deren Schließung im Frühjahr 2020 seht das Gebäude leer.

 

Nach über sechs Jahren ohne Nutzung gibt es nun konkrete Pläne, wie Jens Haufe, Eigentümer des Gebäudes, mitteilt. „Hier werden neun moderne, seniorengerechte Wohnungen entstehen, die weitestgehend barrierefrei sind“, so Haufe.

Zielgruppe der innenstadtnahen Wohnmöglichkeit seien vor allem ältere Menschen, denen ihr eigenes Haus inzwischen zu groß geworden ist und die Besorgungen des täglichen Lebens fußläufig erreichen möchten.

Die Umbaumaßnahmen haben schon begonnen. Davon zeugt der aufgestellte Baucontainer, ein angrenzendes Absperrband und der dahinter tätige Bautrupp. Auf einer Gesamtfläche von rund 1030 Quadratmetern entstehen neun Wohnungen mit durchdachten Grundrissen: Im Erdgeschoss sind drei Einheiten mit 44 bis 84 Quadratmetern Wohnfläche geplant, im Obergeschoss sechs weitere Wohnungen zwischen 40 und 93 Quadratmetern.

Der entkernte Rohbau der ehemaligen Gewerbeflächen. Noch erkennt man nicht, dass hier bald gewohnt werden kann. Foto: Jens Haufe

„Ärzte, Geschäfte und persönliche Kontakte in der Nähe zu wissen, hat viele Vorteile“, sagt der Bauherr. Die Nutzung der Immobilie als Wohnfläche sei zunächst nicht geplant gewesen. Das Gebäude sei durch Lage und Ausstattung durchaus attraktiv und warte mit großen Fensterfronten und hohen Decken auf. „Dennoch habe ich schlichtweg niemanden gefunden, der die ehemalige Bank zu Gewerbezwecken mieten wollte“, berichtet Haufe.

Eine Nutzung der Erdgeschossflächen für gewerbliche Zwecke schließt der Bauunternehmer trotzdem nicht aus. „Sollte in der Innenstadt Bedarf an kleinen Gewerbeflächen entstehen, wäre perspektivisch auch eine spätere Umnutzung der Flächen von Wohnen zu Gewerbe wieder denkbar.“ Im Oktober sollen die Wohnungen bezugsfertig sein, einen ersten Interessenten habe er schon.