Die Karg-Elert-Musikschule Oberndorf – Sulz konnt auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ausruhen darf man sich dennoch nicht.
Wenn er auch über keine großen musikalischen Talente verfüge, meinte Bürgermeister Matthias Winter in der Begrüßung zur Mitgliederversammlung der Karg-Elert-Musikschule Oberndorf – Sulz, könne man in der Stadt stolz sein, diese Einrichtung zu haben.
Eine Lösung der beengten Raumverhältnisse mit der Ivo-Frueth-Schule sei angestrebt und solle in wenigen Wochen angegangen werden.
Nun begrüßte auch Cristina Fernández, die Vorsitzende der Karg-Elert-Musikschule, Christoph Rümenapp, den Leiter des Amtes für Bildung und Sport (Oberndorf), Eva Nägele, Sachgebietsleiterin Schulen, Bildung und Betreuung (Sulz), Kay Kieferle, Leiter der Musikschule und die Vorstandsmitglieder.
Kooperation mit den Schulen
In ihrem Bericht stellte Cristina Fernández fest, dass sich der positive Trend aus dem Jahr 2022 im Jahr 2023 fortgesetzt habe. 2023 wurden 408 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Schule unterrichtet. Der größte Teil kam aus Oberndorf (188) gefolgt von Sulz (109), Vöhringen (41), Dornhan (25), Epfendorf (18) und sonstigen Gemeinden (27).
Die Kooperationen mit Schulen und Vereinen konnte bei den Bläserklassen ausgebaut werden. Ende 2023 bestanden 85 Anmeldungen, die auf fünf Bläserklassen verteilt waren.
Zum Vokal- und Instrumentalbereich kamen fünf SBS-(Singen–Bewegen–Sprechen)gruppen mit 35 Kindern dazu.
Allgemein, so Cristina Fernández, sei ein wachsender Bedarf an sprachlicher Förderung zu beobachten. Eine entscheidende Rolle spiele hier der Mangel an Fachpersonal, der dazu führte, dass in einem Kindergarten die SBS-Kooperation in bisheriger Form nicht mehr weitergeführt werden konnte.
Mehr Schüler mehr Einnahmen
Den Zuwachs an Anmeldungen sah die Vorsitzende nicht nur unter pädagogisch-musikalischen Gesichtspunkten, sondern auch als Wirtschaftsfaktor. Die höhere Schülerzahl erbrachte Mehreinnahmen von rund 20 000 Euro.
Die Stadt Oberndorf unterstützt die Schule bisher jährlich mit 75 000 Euro, Sulz trägt 24 500 Euro bei. Weiter größere Zuschüsse gewähren das Land und der Landkreis (zusammen 58 758 Euro). Kosten für Miete, Strom oder ähnliches entstehen der Schule nicht, da sowohl Oberndorf als auch Sulz die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung stellen.
Bei den Ausgaben sind die Personalkosten (pädagogisch) mit 92,66 Prozent der „dickste Brocken“. Derzeit unterrichten acht festangestellte Lehrer; sechs Honorarkräfte kommen hinzu. In den restlichen 3,42 Prozent der Gesamtausgaben sind die Kopierlizenzen und der Kauf eines Klaviers enthalten.
„Auch wenn 2023 ein ‚normales Jahr war, können wir uns nicht ausruhen“, so Cristina Fernández.
Wahlen
Christoph Rümenapp sagte, die Stadt sei dankbar, dass es die Karg-Elert-Musikschule gebe und sei froh, dass deren Leitung eine derart bewundernswerte Menge Energie einbringe. Hinsichtlich der Raumsituation sicherte er jede mögliche Unterstützung der Stadt zu.
Kassiererin Desirée Beitmann-Birkemeyer legte nun den detaillierten Kassenbericht vor, der ein ausgeglichenes Ergebnis auswies.
Für die Kassenprüferinnen Irene Rebmann und Gabriele Schaible stellte letztere fest: „Die Kasse ist in Ordnung.“
Wahlleiterin Eva Nägele, Sachgebietsleitung Schulen, Bildung und Betreuung (Stadt Sulz), hatte kein schweres Amt, da sich für die Ämter der Zweiten Vorsitzenden und Schriftführerin die derzeitigen Stelleninhaberinnen wieder zur Verfügung stellten. Ohne Gegenstimmen wurden Elisabeth Grosse und Regina Diffenhard ihren Ämtern bestätigt.
Die Kasse wird weiterhin von Irene Rebmann und Gabriele Schaible geprüft.
Schulleiter Kay Kieferle ergänzte, dass die Lehrer über ein dicht gespanntes Netzwerk verfügten, das immer wieder zur Verbesserung der Arbeit der Musikschule beitrage.