Lauter freudige Gesichter gab es am Wochenende beim Schwenninger Karateverein Bushido, der anlässlich des 30-jährigen Bestehens ausgezeichnet wurde. Geehrt wurden Bettina Wöhrstein und Thomas Liedtke (Mitte) Zu den Gratulanten gehörten Oberbürgermeister Jürgen Roth (Achter von links) und Anton Klotz, der Präsident des Landes-Karateverbandes (Vierter von rechts, stehend). Vorsitzende Eva Dodek (vor OB Roth stehend) freute sich mit den Ausgezeichneten und dem ganzen Verein über das bislang Erreichte. Foto: Jochen Schwillo

Drei Jahrzehnte Karateverein Bushido – das wurde groß gefeiert. Glückwünsche kamen vom Landesverband ebenso wie von der Stadt. Bei der Jubiläumsveranstaltung wurde an die Anfänge des Vereins erinnert und es ging auch überaus sportlich zu.

Karate sei viel mehr als nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung, die einen Respekt und Wertschätzung lehre, stellte Eva Dodek, die Vorsitzende des Schwenninger Karatevereins Bushido fest. Dieser feierte sein 30-Jähriges mit einem Jubiläumsturnier und einem Tag der offenen Türe.

 

Einen Verein 30 Jahre lang zu erhalten, das sei eine Leistung, an der über die vergangenen Jahre sehr viele Menschen beteiligt waren, so Eva Dodek.

Sie stellte die Frage: „Was macht Bushido aus?“ Für sie sind es die Menschen, die hier täglich zusammenkommen, und die Trainer die stundenlang ehrenamtlich ihr Wissen an die Schüler weitergeben, ob es nun Kinder oder Erwachsene sind.

„Ein tolles Team“

„Wir sind ein tolles Team, hier kommt man gerne her“, sagte die Vorsitzende am Samstagnachmittag. Es sei auch egal, wie man aussehe oder woher jemand komme. „Das Einzige, was wichtig ist: Dass man Karate oder Sport mag“, so Eva Dodek.

Weiter stellte sie fest, dass der Weg nicht immer einfach sei, manchmal vielleicht auch holprig. Doch das Besondere sei, dass alle im Bushido den Weg zusammen gingen.

Besonders freuten sich die Schwenninger Karateka anlässlich des 30-jährigen Bestehens über die Verleihung einer Ehrenurkunde mit Silber und Gold für besondere Verdienste durch Anton Klotz, den Präsidenten des Karateverbandes Baden Württemberg, der gerne ins Schwenninger Dojo gekommen war.

Trainer seit 20 Jahren

Klotz durfte auch Bettina Wöhrstein und Thomas Liedtke, den Abteilungsleiter Trossingen, mit der Verbandstafel des Karateverbandes Baden-Württemberg ehren, die seit über 20 Jahren im Bushido tätig sind und als Trainer ihr Wissen an die Schüler weiter geben. Der Karateverein Schwenningen mit seiner Abteilung Trossingen ist heute einer der größten Vereine in Baden-Württemberg und ein Großverein im Deutschen Karateverband.

Eigener Dojo seit 2008

Anton Klotz erinnerte an die Gründung von Bushido im Jahr 1994 mit 17 Personen. Heute zählt der Verein über 300 Mitglieder.

Seit 2008 betreibt er seinen eigenen Dojo mit einer Fläche von rund 480 Quadratmetern. Die Karateschülerinnen und -schüler werden ausschließlich von Trainern mit anerkannten Lizenzen geleitet, erklärte Anton Klotz. „Sport und Politik müssen mehr zusammenarbeiten“, sagte er an die Adresse von Oberbürgermeister Jürgen Roth. Denn nur im Sport kämen so viele Nationen zusammen, so Klotz.

Roth hatte sich im Vorfeld gut über Bushido informiert, dessen Mitglieder eine Altersstruktur zwischen drei und 76 Jahren aufweisen, und gratulierte dem Verein zu 30 Jahren erfolgreicher Arbeit. Bushido sei ein wichtiger Teil des Leistungssports in Schwenningen. „Karate bedarf einer ganz besonderen Art von Disziplin und einer besonderen Art der Wertschätzung“, so Roth.

Training mit der Weltmeisterin

Der Tag im Schwenninger Dojo hatte morgens um neun Uhr mit einem Jubiläumsturnier begonnen, an dem sich 57 Kinder sportlich beteiligten.

Gut angekommen ist bei den Karatekämpfern auch das Training mit der Schwenninger Weltmeisterin Christine Heinrich in der Neckarschulturnhalle.