Die Gäubahn, hier bei Rottweil. Foto: dpa/Silas Stein

Für den Protest, den sieben Oberbürgermeister entlang der Bahnstrecke Stuttgart-Zürich beim Landesverkehrsminister eingelegt haben, hätte sich unser Leser Hans Lambacher auch die Unterstützung von Freudenstadts Oberbürgermeister und anderer Kommunen gewünscht.

Die Oberbürgermeister der Städte und Kommunen entlang der Gäubahn haben sich jüngst erneut für den Erhalt der Gäubahn und ihre direkte Anbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof ausgesprochen und Druck auf Stuttgart ausgeübt.

 

Bis vor Kurzem als Hauptstrecke Stuttgart–Zürich-Mailand beworben, soll sie jetzt in Stuttgart-Vaihingen enden. Dann heißt es umsteigen und mit der S-Bahn zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Diese Einschränkung gilt auch für Freudenstadt als direkte Verbindung zum Freudenstädter Kreuz.

Insoweit hätte man erwarten können, dass auch der Freudenstädter OB und weitere Kommunen entlang der Strecke Freudenstadt-Eutingen die Reihen der Gäubahn-Anrainer stärken. Ebenso fehlt immer noch ein klares Bekenntnis der Landtagsabgeordneten Katrin Schindele.

Pfaffensteigtunnel ist Illusion

Es war kein geringerer als Heiner Geißler, der als Schlichter analog zu Zürich einen Durchgangsbahnhof mit vier Gleisen unter Beibehaltung des Kopfbahnhofs vorgeschlagen hatte. Dies wäre im Hinblick auf die heutige Situation mit dem notwendigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die richtige Entscheidung gewesen. Daher muss die Panoramastrecke als Zugang zum Hauptbahnhof erhalten bleiben. Im Hinblick auf die Finanzsituation bei der Bahn ist der Pfaffensteigtunnel Illusion und aufgrund der Umweltbelastung nicht vertretbar.

Für die Planungsfehler bei Stuttgart 21 kann man nicht die Gäubahn verantwortlich machen und die Fahrgäste auf dieser Strecke benachteiligen.

Hans Lambacher, Dornstetten

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