Jonas Jehle (links am Ball) und Robin Schumpp (rotes Trikot) treffen sich am Sonntag bei der Seitenwahl der Kapitäne. Foto: Kara/ Collage: Hürster

Das Bezirksliga-Topspiel zwischen dem TSV Straßberg und der SGM Deißlingen/Lauffen ist eine Premiere. Unsere Redaktion hat mit den beiden Kapitänen gesprochen.

Wenn der TSV Straßberg und die SGM Deißlingen/Lauffen am Sonntag aufeinander treffen, ist es das absolute Topspiel in der Bezirksliga Schwarzwald/Zollern. Beide Teams sind bisher noch ungeschlagen. Wir haben mit den Kapitänen gesprochen.

 

SGM-Spielführer Robin Schumpp führt die Torjägerliste mit 13 Toren schon wieder an, vergangene Saison kam er auf überragende 40 Treffer. Weiter hinten auf dem Spielfeld agiert Jonas Jehle vom Landesligaabsteiger aus Straßberg. Er hat bisher zwei Saisontore, stellte seine Torjägerqualitäten aber im Pokal mit einem Fünferpack unter Beweis.

„Wir“ wichtiger als „Ich“

Hallo Herr Jehle, Hallo Herr Schumpp, wie definieren Sie ihre Rolle als Kapitän?

Jehle: In meiner Rolle als Kapitän sehe ich mich als Bindeglied zwischen Trainerteam und der Mannschaft. Mir ist wichtig, dass wir als Team zusammenhalten und jeder den Spaß am Fußball behält. Ich versuche auf und neben dem Platz vorneweg zu gehen und die Jungs mitzuziehen. Am Ende zählt bei uns das „Wir“ deutlich mehr als das „Ich“. Wir haben diese Saison eine super Stimmung im Team – und genau das will ich als Kapitän weiter fördern.

Schumpp: Das ist eine sehr schwierige Frage für mich. Ich definiere mich als Führungsspieler, der schon eine gewisse Strahlkraft auf die Mannschaft hat. Ich versuche immer alles auf und neben dem Platz für die Mannschaft und den Verein zu geben. Manchmal bin ich vielleicht auch ein bisschen zu verbissen, denn ich kann nicht verlieren, ob im Training oder im Spiel.

Beide Mannschaften haben noch nie gegeneinander gespielt. Was wissen Sie schon vom jeweiligen Gegner?

Jehle: Bisher hatten wir gar keine Berührungspunkte mit Deißlingen/Lauffen. Die Tabelle spricht natürlich für sich – genauso wie die Torjägerliste mit Robin Schumpp (13 Tore). Auch das Torverhältnis von 51:17 zeigt, dass sie offensiv richtig Qualität haben. Trotzdem schauen wir in erster Linie auf uns selbst. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, ist es am Ende egal, wer gegenübersteht.

Schumpp: Geografisch gesehen weiß ich noch nicht wo es liegt, aber man freut sich immer neue Sportplätze zu sehen. Sportlich gesehen spielen sie eine top Saison. Mir persönlich ist es immer lieber, wenn man auf sich selbst schaut, anstatt das man sich verrückt nach dem Gegner macht.

Wer holt sich den Titel?

Straßberg und Deißlingen/Lauffen haben sich in der Tabelle aktuell abgesetzt: Machen Sie die Meisterschaft auch unter sich aus?

Jehle: Aktuell sieht’s vielleicht so aus, aber der Fußball kann sehr schnelllebig sein. Verletzungen oder andere Ausfälle können viel verändern und die Saison ist noch lang. Wir bleiben da ganz entspannt, schauen von Spiel zu Spiel und wollen einfach unseren Lauf fortsetzen. Am Ende wird man sehen, was dabei rauskommt. Aber wenn man mal oben steht, möchte man da natürlich auch bleiben.

Schumpp: Ich denke, dass beide Mannschaften ein Wort mit zu sprechen haben, wenn es um die oberen Tabellenplätze geht. Es gibt aber in der Liga auch einige andere Mannschaften, die schwer zu bespielen sind. Trossingen sehe ich auch noch als Kandidaten, sie hatten einen leichten Durchhänger, den jede Mannschaft mal haben kann, aber haben sich wieder gefangen. Dotternhausen ist auch noch eine Mannschaft, die ich sehr stark einschätze.

Homogene Einheiten

Was macht Ihr Team in dieser Spielzeit besonders aus?

Jehle: Ganz klar der Zusammenhalt. Wir sind eine homogene Truppe ohne Star-Gehabe oder Einzelkämpfer. Alle Neuzugänge haben sich perfekt integriert, egal ob jung oder erfahren. Nach dem Abstieg letztes Jahr hätten nicht viele gedacht, dass wir so zurückkommen. Aber die Stimmung in der Mannschaft ist top, das macht einfach Spaß dieses Jahr – auf und neben dem Platz.

Schumpp: Es ist schon immer so, dass wir sehr homogen sind. Wir sind alle gute Kumpels und unternehmen auch abseits des Platzes Dinge miteinander, viel dreht sich aber um Fußball. Wir haben aus der Niederlage im Aufstiegsspiel viel Energie gezogen, es war beeindruckend wie viele Fans uns in Mühlheim unterstützt haben.