Nach dem wichtigen 1:0-Sieg gegen RB Leipzig herrschte Freude pur beim VfB – der Kapitän strahlte auch noch aus einem anderen Grund.
Die Freude war ohnehin groß bei Atakan Karazor (29) nach dem 1:0-Sieg gegen RB Leipzig am Sonntagabend – nach dem Schlusspfiff lüftete der Kapitän des VfB Stuttgart in den Katakomben noch ein süßes Geheimnis. So verriet Karazor, dass er schon am Sonntagnachmittag davon erfahren habe, dass er abermals für die türkische Nationalelf nominiert wurde.
„Ich glaube, ich kann es sagen, ich weiß schon Bescheid, ich bin dabei“, sagte der Mittelfeldmann: „Ich freue mich auf die Play-off-Spiele.“
Karazor trifft mit der Türkei in der WM-Qualifikation am 26. März zunächst auf Rumänien, ehe es dann gegen die Slowakei oder den Kosovo gehen könnte. „Wenn du zur WM willst, musst du diese Mannschaften schlagen“, sagte der VfB-Kapitän am späten Sonntagabend noch und ergänzte, dass das türkische Team das Zeug dazu habe: „Mit den Fans in der Türkei im Rücken können wir sehr gut aussehen – dazu wird aber eine Leistung nötig sein, wie wir sie jetzt mit dem VfB gegen Leipzig gezeigt haben.“
Wie auch immer: Als große Ehre hatte es Karazor stets beschrieben, für die Türkei, das Land seiner Eltern, nominiert zu werden. Auf seinen ersten Länderspieleinsatz aber musste der gebürtige Essener lange warten. Dreimal berief ihn der Nationalcoach Vincenzo Montella – stellte ihn jedoch nie auf und berief ihn bei einigen Partien sogar nicht einmal in den endgültigen Spieltagskader.
Dann kam doch alles anders. Mitte November des vergangenen Jahres gab Karazor sein Länderspieldebüt – beim 2:0 in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien wurde er in der 81. Minute eingewechselt. Hinterher schrieb der VfB-Sechser auf Instagram: „Ein Traum, der wahr geworden ist! Ich bin unglaublich glücklich und dankbar für diesen unvergesslichen Moment. Das ist erst der Anfang von vielen wertvollen Erfahrungen und großen Erfolgen mit diesem großartigen Team. Ich bin stolz, dieses Trikot zu tragen, und bereit für alles, was kommt.“
Jetzt kommen also erst einmal die WM-Play-offs – und im Sommer wird dann womöglich der große Traum Realität: die WM-Teilnahme mit der Türkei.