VfB-Kapitän Atakan Karazor feierte in der Länderspielpause sein Debüt für die türkische Nationalmannschaft. Ob er im Topspiel gegen Dortmund von Beginn an spielt, bleibt offen.
Ob Atakan Karazor am Samstag beim Topspiel in Dortmund in der Startelf stehen wird, ließ VfB-Trainer Sebastian Hoeneß am Donnerstagnachmittag noch offen. Die zurückliegende Länderspielpause habe den gewohnten Trainingsrhythmus durcheinandergebracht: „Wir werden am Freitag das erste Mal komplett zusammen auf dem Platz stehen“, erklärte Hoeneß auf der Pressekonferenz. Wer schließlich in Dortmund beginnt, soll daher erst nach der Abschlusseinheit entschieden werden.
Was die kommenden Tage für den VfB-Kapitän bringen, bleibt also abzuwarten – sicher ist dagegen, dass seine zurückliegende Woche eine ganz besondere fürden 29-Jährigen war: Karazor feierte in der WM-Qualifikation sein ersehntes Debüt für die türkische Nationalmannschaft.
Ein Einsatz, auf den er nach mehreren Nominierungen lange warten musste. Gegen Bulgarien wurde er in der 81. Minute eingewechselt und erlebte beim 2:0-Sieg seine ersten Länderspielminuten. Auch gegen Spanien kam er zu einem zwölfminütigen Einsatz, doch das 2:2 reichte nicht für das direkte WM-Ticket. Deshalb geht es im März in die Playoffs gegen Rumänien.
Erster Einsatz für Karazor bei der türkischen Nationalmannschaft
Dass Karazor so lange auf sein Debüt warten musste, war auch in Stuttgart ein Thema. Zwar wurde er immer wieder nominiert – doch meist nahm er nur die Reisestrapazen mit, während er die komplette Spielzeit auf der Bank verbrachte und ohne Einsatz zurückkehrte. Hoeneß machte die Enttäuschung noch im Oktober deutlich: „Ich mache keinen Hehl daraus, dass es mich sehr gefreut hätte, wenn Ata sich ganz offiziell Nationalspieler nennen dürfte.“
Karazor war erstmals im Oktober 2024 in den Kader der türkischen Nationalmannschaft berufen worden. Seitdem standen 13 Partien auf dem Programm, unter anderem in der Nations League und in der WM-Qualifikation. In vier Spielen war er zwar im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz. In den übrigen sieben Spielen stand er trotz Berufung nicht einmal im Kader. Jetzt, nach seinem lang ersehnten Debüt, ist ein Meilenstein erreicht: „Nun ist er ganz offiziell türkischer Nationalspieler“, sagt Hoeneß nun nach dem Debüt, „das ist etwas. Das bleibt für immer.“
Für seinen Kapitän sieht Hoeneß bei der türkischen Nationalmannschaft weiteres Potenzial: „Natürlich hofft er, hoffen wir, dass da noch einige Spiele dazukommen werden, vielleicht auch mal ein Startelfeinsatz.“ Gleichzeitig ordnete er die Bedeutung von Karazors ersten Minuten im Nationaltrikot ein: „Das waren nicht irgendwelche Spiele, sondern Qualifikationsspiele.“ Auch Karazor selbst meldete sich auf Instagram zu Wort: „Ein Traum, der wahr geworden ist! Ich bin unglaublich glücklich und dankbar für diesen unvergesslichen Moment.“ Das sei, so der VfB-Kapitän, erst der Anfang von vielen wertvollen Erfahrungen: „Ich bin stolz, dieses Trikot zu tragen und bereit für alles, was kommt.“
Zunächst einmal steht für Karazor aber kein Länderspiel an, sondern die Bundesliga-Partie in Dortmund. Vielleicht ja mit einem Startelf-Einsatz.