Barbara Kempf vom staatlichen Schulamt Offenburg überreichte dem neuen Rektor Moritz Heinicke symbolisch das Steuer. Foto: Stahl

Bei der Amtseinführung in der Ottenheimer Bärbel-von-Ottenheim-Schule wurde Moritz Heinicke offiziell als neuer Schulleiter begrüßt. Das Kollegium zeigt ein besonderes Schauspiel.

„Wir freuen uns sehr über einen nahtlosen Übergang in der Leitung“, begrüßte Konrektorin Nicole Beyer die anwesenden Gäste in der Mensa der Gemeinschaftsschule in Ottenheim. Der Amtseinführung wohnte auch die ehemalige Rektorin Angelika Walter bei, die Ende Juli in den Ruhestand verabschiedet wurde. Nun stand aber der neue Rektor, Moritz Heinicke, bei seiner offiziellen Amtseinführung im Mittelpunkt, Schulleiter ist er bereits seit dem 1. August dieses Jahres. Heinicke begegne den bildungspolitischen Herausforderungen mit Ruhe und Zuversicht und sehe Probleme als Möglichkeit zur Weiterentwicklung, war sich Beyer sicher.

 

Die stellvertretende Amtsleiterin im Staatlichen Schulamt Offenburg, Barbara Kempf, sprach von einem „besonderen Tag für die Schule und die Gemeinde“. Wachstum sei kein Zufall in der Biografie von Heinicke, denn er habe schon in früheren Berufen – etwa als Prüfungsleiter – Prozesse gesteuert. Dies zeige sich seit August in der neuen Führungsposition, betonte Kempf. Dabei gehe der Pädagoge klar und zielorientiert vor, ohne das individuelle Wachstum aller Kinder aus den Augen zu verlieren. Zur Weiterentwicklung der Schule sei vor allem Klarheit in den Entscheidungen, Verlässlichkeit und die Unterstützung vom Kollegium wichtig, stellte Kempf klar. Als Geschenk erhielt Heinicke eine Pflanze, die ebenso wie die Schule wachsen solle.

Die Zusammenarbeit ist ein Schlüssel zum Erfolg

„Das Kollegium ist nun offiziell komplettiert.“ Bürgermeister Marco Gutmann betrachtete die Feier als nicht alltäglich an. Die Ottenheimer Bildungseinrichtung habe einen hohen Stellenwert und sei ein Teil des Schwanauer Gemeinschaftslebens. „Ihnen eilt ein ausgezeichneter pädagogischer Ruf voraus“, lobte Gutmann den neuen Rektor, der seit 2016 an der Gemeinschaftsschule unterrichtet und bereits in der erweiterten Schulleitung war.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass Sie zu uns gekommen sind“, rief Gutmann dem Publikum zu. Die Zusammenarbeit mit Kollegium, Verwaltung und weiteren Behörden sei der Schlüssel zum Erfolg. „Dafür wünsche ich Ihnen gute Ideen, Verlässlichkeit, Kraft und ganz viel Freude“, schloss Gutmann ab.

Sein Vorname wird mit positiven Eigenschaften belegt

Patricia Ball, Vorsitzende des örtlichen Personalrats, habe sich den Vornamen des Schulleiters genauer angeschaut und „festgestellt, dass er hilfreiche Eigenschaften für einen Rektor enthält.“ M stehe für Mut zur Leitung der Schule, O für Organisationstalent, R für Ruhe („wertvolles Gut im Schultrubel“), I für Ideen, T für Tatkraft und Z für Zuversicht an jedem Tag.

Heinicke zitiert das Leitbild der Schule in seiner Rede

Das Kollegium würdigte ihren nun offiziell eingeführten Rektor mit einem unterhaltsamen Beitrag, der mit der Seefahrt zu tun hatte. So erzählten sie von einem „Matrosen“, der auf hoher See erst zurechtkommen musste. Er habe sich aber nie vom Wellengang beirren lassen und hielt das Steuer fest. Mit ruhiger Hand führe er auch durch das Schulleben und sei Schritt für Schritt zum „Kapitän der Mannschaft“ geworden. Dazu trug jeder Lehrer passend zu seinem Fach einen lustigen Spruch auf – Moritz Heinicke auf einem Stuhl mittendrin.

„Ich stehe mit großer Freude und großem Respekt vor Ihnen“, eröffnete Heinicke die Abschlussrede. Die Aufgabe als Rektor erfülle ihn mit Dankbarkeit, aber nur zusammen könne man auch etwas erreichen. Er sei sich sicher, dass jeder einen Platz habe an der Schule und nehme sich vor, dass „aus einzelnen Wegen einer“ werden solle. Dabei verwies er auf das Schulmotto „Grow“: gemeinsam, respektvoll, ordentlich und wertschätzend. „Ich möchte eine Schule leiten, in der jeder wachsen kann und Erwachsene Vorbild für die Kinder sind“, so Heinicke. Um dies zu erreichen, möchte er gemeinsam die Schule gestalten – „als Kapitän vom besten Kollegium, das es gibt“.

Das Schulkonzept

Die Bärbel-von-Ottenheim-Schule ist seit dem Schuljahr 2012/13 eine Gemeinschaftsschule. 260 Schüler besuchen laut der Internetseite der Bildungseinrichtung die Schule. Unterrichtet wird die Sekundarstufe I, das bedeutet ab der fünften bis zur zehnten Klasse. Schüler können hier ihren Hauptschul- oder Realschulabschluss machen.