Die beiden Kanzlerkandidaten der Union: CDU-Chef Armin Laschet (vorne) und CSU-Boss Markus Söder (Archivbild) Foto: dpa/Michael Kappeler

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans erwartet ein klares Votum des CDU-Präsidiums für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union.

Berlin - Im Kampf um die Kanzlerkandidatur der Union wird sich das CDU-Präsidium nach Einschätzung von Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hinter Parteichef Armin Laschet stellen. Das sei „doch klar“, sagte der CDU-Politiker vor Beginn der Präsidiumssitzung am Montag in Berlin. Dies sei aber überhaupt nicht die Frage. „Wir beraten miteinander, wie wir die Frage der Kanzlerkandidatur angehen und wie wir die Chancen für unser Land in den 20er Jahren nutzen. Es geht um das Land vor allem.“

Am Sonntag hatte neben dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet auch CSU-Chef Markus Söder seine Bereitschaft erklärt, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten. Er machte dies allerdings von der Unterstützung der CDU abhängig.

Hans widersprach dem Eindruck, dass es um einen „Showdown“ gehe. „Die Tatsache, dass es zwei hoch erfolgreiche, an der Basis hoch angesehene Parteivorsitzende und Ministerpräsidenten gibt, die zur Verfügung stehen, die Geschicke der Bundesrepublik in die Hand zu nehmen, ist doch eine Chance.“ Daher sei das Präsidium für ihn „keine Krisensitzung“, betonte der CDU-Politiker. „Wir sollten es nicht verkrampft angehen. Es ist eine Chancensitzung. Wir beraten mit unserem Vorsitzenden, wie wir das regeln, so dass am Ende vor allem die Union zusammenbleibt und wir ein Team bleiben.“

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