Impulsgeber der Aktion ist der Lahrer Felix Grundhöfer, der selbst viele Jahre in der Eidgenossenschaft gelebt hat. 2027 ist auch ein Projekt am Oberrhein geplant.
Ein historisches Gebäude in Niedergesteln, im Schweizer Kanton Wallis, dient als Bühne für eine künstlerische Begegnung, ein Ausstellungsprojekt, das im vergangenen Jahr in Lahr aus der Taufe gehoben wurde. Impulsgeber ist der aus Lahr stammende Architekt und Künstler Felix Grundhöfer.
Rund eineinhalb Jahrzehnte hat Grundhöfer in der Schweiz gelebt. Er ist Mitglied der Walliser Sektion von „Visarte“, dem Berufsverband der visuell arbeitenden Künstler in der Schweiz. Seit seiner Rückkehr nach Lahr ist er auch im Vorstand des Kunstvereins „L’art pour Lahr“ aktiv.
2025 hat er eine Reihe Künstler aus der Schweiz eingeladen, mit digitaler Fotokunst ein altes Pumpwerk im Lahrer Stadtteil Hugsweier zu bespielen. Gemeinsam mit Kurt Hockenjos hat er das leerstehende Zweckgebäude zu einem Ort der Kunst und der kulturellen Begegnung entwickelt (wir berichteten mehrfach).
Historische Bausubstanz tritt in Dialog mit der Kunst
Die dort nur wenige Tage zu sehende Ausstellung der Schweizer Künstler wurde mit einer Dokumentation in der Galerie „L’art pour Lahr“ nachbereitet. Mit ihr wurde der Grundstein für eine Verstetigung des kreativen Austausches zwischen der Walliser und Lahrer Kunstszene gelegt.
Genau hier setzt die Ausstellung „Fotokunst/Kunstfoto II – Gesellschaft der Zukunft“ an, die noch bis zum 10. Mai im „Wefahüs“, in Niedergesteln zu sehen ist. Grundhöfer, Elisabeth Fux-Mattig vom Vorstand des Berufsverbandes „Visarte“ und Nicolas Witschi von der Stiftung „Pro Castillione“, der die im Kern auf das 13. Jahrhundert zurückgehende Kulturstätte betreibt, haben eine Ausstellung kuratiert, in der die historische Bausubstanz des „Wefahüs“ in einen Dialog mit zeitgenössischer Fotokunst tritt, mit künstlerischen Positionen, die durchaus auch aus dem Rahmen fallen und zum Nachdenken anregen.
Wie sehen unsere Behausungen der Zukunft, das Zermatt des 21. Jahrhunderts aus? Was passiert mit einer Welt, in der immer mehr Wälder abgeholzt werden, in der selbst die großen Führungsnationen aus dem Tritt geraten? Im Spiegel der digital eingereichten, vor Ort reproduzierten Arbeiten öffnet der künstlerische Blick in die Zukunft aber auch neue Felder, stehen Collagen neben abstrakter Kunst und Wortblasen.
Gezeigt werden auch Banner und Projektionen
34 Künstler haben Arbeiten eingereicht – 19 aus Lahr und der Umgebung, 15 aus dem Wallis.
Gezeigt werden Digitaldrucke, Banner, Adhäsionsfolien für Fenster, Videoprojektionen und plastisch aufbereitete Entwürfe von Elisabeth Fux-Mattig, Manuela Brügger, Felix Grundhöfer, Nicolas Witschi, Adelheid Sandhof, Raphael Wernli, Carlo Schmidt, Anette Kummer, Leonie von Roten, Valeria Triulzi, Andrea Ebner, Anton Rittiner-Gomez, Bernd Kniel und Weina Venetz aus dem Wallis, von Regine Staudenmeyer-Türck, Johann Türck, Kurt Hockenjos, Birgit Weber, Ellen Fritz, Dorothea Panhuyzen, Dorothea Jöster, Maria Christina Tangorra, Dieter Wessenberger, Angela Faißt, Andrea Krappitz, Karin Hirschle, Marion Bekker, Sigrid Schäfer, Roland Schäfer, Peter Götz, Klaus A. Burth, Ina Breig-Köchling, Annette Birnbaum und Felix Grundhöfer aus den Reihen des Kunstvereins „L’art pour Lahr“.
Bald auch in Lahr?
Die Schweizer Ausstellung ist noch bis zum 10. Mai zu sehen, die Öffnungszeiten sind Donnerstag, Samstag und Sonntag 16 bis 19 Uhr. 2027 ist ein Fortsetzungsprojekt am Oberrhein, in Lahr oder der näheren Umgebung geplant.