Mit welchen Maßnahmen können Wirtschaft und Unternehmen gestärkt werden? (Symbolbild) Foto: nateejindakum - stock.adobe.com

Wie können Unternehmen gestärkt und Arbeitsplätze gesichert werden? Im Wahl-Check erklären sechs Kandidaten aus dem Wahlkreis Freudenstadt ihre wirtschaftspolitischen Ziele.

Sechs Kandidaten aus dem Wahlkreis Freudenstadt beantworten im Wahl-Check zentrale Fragen zur Landtagswahl. Diesmal geht es um Wirtschaft: Welche Ziele sie verfolgen, um Unternehmen zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern.

 

Nicht alle antretenden Parteien haben realistische Chancen auf den Einzug in den Landtag. Im Wahlkreis Freudenstadt konzentriert sich der Blick deshalb auf jene sechs Kandidaten, deren Parteien der Sprung ins Parlament zugetraut wird. In unserem Wahl-Check in fünf Teilen beantworten sie zentrale Fragen – diesmal zur Stärkung von Wirtschaft und Unternehmen. Die Frage lautet: „Was sind Ihre Ziele, um Wirtschaft und Unternehmen zu stärken?“

Deutlich wird: Viele Bewerber sehen Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungen und bezahlbare Energie als wichtige Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Rolle staatlicher Förderung, bei klimapolitischen Ansätzen und bei der Frage, wie Wirtschaft und Arbeitsplätze künftig gesichert werden sollen.

Die Reihenfolge der Kandidaten richtet sich nach dem Ergebnis der Landtagswahl 2021 im Wahlkreis Freudenstadt.

„Weniger Bürokratie“ und „bezahlbare Energie“

Katrin Schindele (CDU) sagt: „Wir brauchen schnellere Genehmigungsverfahren, bezahlbare Energie, weniger Bürokratie.“ Gleichzeitig betont sie die Bedeutung verschiedener Branchen: „Zukunftsbranchen wie Robotik, Luft- und Raumfahrt, aber auch Tourismus und Handwerk müssen wir weiterhin gezielt fördern und Chancen eröffnen.“ Ihr Ziel sei: „Innovation und regionale Wertschöpfung sichern Arbeitsplätze im Landkreis.“

Daniel Belling (Grüne) erklärt: „Wir leben vom Mittelstand, von regionaler Wertschöpfung, vom Export und von technologischer Exzellenz.“ Gleichzeitig sieht er Chancen in neuen Technologien: „Ich bin überzeugt, dass klimafreundliche Technologien Wettbewerbsfähigkeit stärken und Arbeitsplätze im Land sichern.“ Dafür brauche es „Planbarkeit, bezahlbare Energie, weniger bürokratische Hürden und viele kluge Köpfe.“

„Mittelstand stärken“ und „weniger Vorschriften“

Veit Grünberg (FDP) sagt: „Ich möchte den Landkreis Freudenstadt als starken Wirtschaftsstandort sichern und ausbauen.“ Dafür brauche es „weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und spürbare steuerliche Entlastungen für unsere Unternehmen.“ Besonders wichtig seien ihm regionale Betriebe: „Besonders unseren Mittelstand, das Handwerk und innovative Start-ups wollen wir stärken.“

Andreas Grammel (AfD) formuliert: „Vom Handwerk bis zur Industrie: Unsere Betriebe müssen durchstarten.“ Dafür setze er sich „für bezahlbare Energie, weniger Vorschriften und sinkende Abgaben“ ein. Sein Ziel beschreibt er so: „Arbeitsplätze sichern und Baden-Württemberg zum modernsten Wirtschaftsstandort machen.“ Zudem sagt er: „Innovation braucht Freiheit, keine neuen Regeln.“

„Transformationamilliarde“ und „nachhaltige Wirtschaft“

Bettina Ahrens-Diez (SPD) betont: „Wichtig ist eine aktive Industrie- und Mittelstandspolitik.“ Dabei setzt sie auf staatliche Unterstützung: „Mit einer Transformationsmilliarde unterstützen wir den notwendigen Umbau von Geschäftsmodellen hin zu Klimaneutralität.“ Das Ziel sei: „So stärken wir Unternehmen und sichern gleichzeitig Arbeitsplätze.“ Außerdem erklärt sie: „Unternehmensförderungen knüpfen wir an Standortgarantien.“

Yannic Walheim (Linke) sagt: „Die Linke hat das Ziel, Arbeitnehmer*innen und Gewerkschaften zu stärken.“ Wirtschaft solle nachhaltiger werden: „Wir wollen Wirtschaft nachhaltig gestalten, zum Beispiel mit einer Transformation der Automobilindustrie zu einer nachhaltigen Mobilitätsindustrie, die Busse und Bahnen baut, statt einen Überschuss an PKWs zu produzieren.“