Der 21-jährige Salvatore Tocco aus Balingen ist bald im Fernsehen zu sehen: Bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ versucht er die Juroren mit seiner Stimme zu überzeugen.
Salvatore Tocco hat die Musik sprichwörtlich im Blut. „Meine Familie kommt aus Sizilien, da lebt man Musik viel intensiver“, erzählt der 21-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Schon als Kind hörte der Balinger lieber Popmusik als Kinderlieder, die ABBA-Karaokemaschine war sein Lieblingsspielzeug.
Jetzt ist Tocco im Fernsehen zu sehen. Bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ hat es der Balinger bis in die „Blind Auditions“ geschafft. In den ersten Shows müssen die Kandidaten die prominenten Juroren allein mit ihrer Stimme überzeugen.
Die sogenannten Coaches – in diesem Jahr sind es Shirin David, Ray Garvey, Nico Santos sowie Michi und Smudo von „Fanta4“ – sitzen mit dem Rücken zur Bühne und lauschen nur der Stimme. Gefällt ihnen, was sie hören, drücken sie den Buzzer und nehmen das Gesangstalent unter ihre Fittiche, um es für die kommenden Shows – die „Battles“ und das Halbfinale – fit zu machen. Am Donnerstag, 25. September, startet die neue Staffel. Bis kurz vor Weihnachten wird „The Voice of Germany“ jeden Donnerstag zur Primetime bei Pro 7 ausgestrahlt und immer Freitags auf Sat1. Wann genau Toccos Auftritt zu sehen ist, weiß er nicht, allerdings nicht in den ersten beiden Folgen.
Ob sich jemand für ihn umgedreht hat, darf er noch nicht verraten
Ob sich tatsächlich ein Coach für den Lehramtsstudenten umgedreht hat, darf er noch nicht verraten. Seine Favoriten waren im Vorfeld Nico Santos aufgrund seiner sympathischen Art und Shirin David, da er denkt, sie könne ihn am besten fördern.
Es war während der Coronapandemie, als Tocco sich stärker dem Gesang widmete. Nach dem Lockdown sang er in der Schülerband des Beruflichen Schulzentrums im Hechingen und tritt seither immer wieder im Jugendzentrum auf. Am liebsten Pop-Songs, die er auch privat gerne hört. Balladen und melancholische Melodien liegen ihm besonders. Derzeit probiert er sich aber auch in anderen Musikrichtungen wie Jazz und Blues aus, weil er meint, dass seine Stimme da besonders gut zur Geltung komme.
Einer von 10 000 Bewerbern
Dass er sich bei „The Voice“ bewerben soll, habe er von Freunden immer wieder gehört. „Jetzt habe ich mich aber bereit gefühlt“, erzählt Tocco. Er schickte eine Videobewerbung an den Sender und wurde prompt im Frühjahr zum Vorsingen nach Berlin eingeladen. Jährlich bewerben sich um die 10 000 Sängerinnen und Sänger. Einige von ihnen werden zum Vorcasting eingeladen und nur rund 120 schaffen es in die Show. Im Mai und Juni wurden dann die ersten Folgen in Berlin aufgezeichnet. „Es war eine total schöne und spannende Zeit“, erzählt er. Auch wenn die Drehtage lang waren, mochte er die Erfahrung einer TV-Aufzeichnung und den Kontakt zu den anderen Kandidaten. „Man gewöhnt sich recht schnell and die Kameras und lernt, wie man in Interviews am besten antwortet“, berichtet er.
In Balingen gedreht
Für die Einspieler war sogar ein Kamerateam in Balingen,um den Alltag des 21-Jährigen zu dokumentieren. Gedreht wurde beispielsweise im „Krokodil“, wo Tocco an den Wochenenden und in den Semesterferien als Kellner arbeitet.
Ursprünglich sei sein Ziel bei „The Voice“ gewesen „einfach mal über meinen Schatten zu springen und schauen, wie weit ich komme“, verrät der Lehramtsstudent. Doch nach und nach fand er Gefallen daran, als Musiker zu arbeiten und auf den großen Festivalbühnen des Landes zu singen.
„The Voice of Germany“
Die TV-Sendung
„The Voice of Germany“ feiert in diesem Jahr 15-jähriges Jubiläum. Die Castingshow wird von den Fernsehsendern Pro7 und Sat1 ausgestrahlt.
Blind Auditions
Die Coaches bewerten die Sänger nur anhand ihrer Stimme, ohne sie zu sehen.
Coaching und Battles
Wer überzeugt, kommt ins Team eines Coaches und tritt in musikalischen Duellen gegen andere Talente an.
Live-Shows
In den späteren Runden entscheiden Publikum und Jury gemeinsam, wer es bis ins Finale schafft.