Bei seiner Hauptversammlung blickte der Kandertalbahn-Verein voraus, hielt aber auch Rückschau. Für das Eröffnungswochenende ist auch ein Familientag geplant.
Vorsitzender Alexander Meyer ließ bei der Hauptversammlung des Kandertalbahnvereins anhand eines Dia-Vortrags das vergangene Jahr Revue passieren.
Rückblick: Allerlei Neuigkeiten gab es, darunter die neue einheitliche Uniform samt Poloshirts mit Namensgravur. Weiter führte Meyer aus: „Das ganze Jahr über hörten wir ,S-Bahn ja’ oder ,S-Bahn nein’ oder ,S-Bahn vielleicht’. Das wird uns noch die nächsten Jahre beschäftigen.“
Es gab 57 Betriebstage mit 248 erfolgten Zugfahrten, bei denen insgesamt 3075 Kilometer zurückgelegt wurden. Die Ehrenamtlichen absolvierten 2531 Lok-Kilometer auf der Lok 20, insgesamt wurden 2447 Stunden geleistet.
Besonders prägend war im abgelaufenen Jahr das Festwochenende zur 130-Jahres-Feier. Erstmals wurde eine erfolgreich nachgefragte Fotozug-Veranstaltung mit dem Triebwagen VT 109 angeboten. Zusätzlich gab es einen „Dieseltag“ mit historischer Güterverladung beim Bahnhof Wollbach. Angeboten wurden ferner ein Weinexpress, ein Whisky- und ein festlich beleuchteter Weihnachtszug.
„Lok 20“ ist das „Haupt-Zugpferd“
Projektleiter Wolfgang Schleef berichtete von der „Lok 20“, die als „Haupt-Zugpferd“ auf der Strecke dient. Auch der neugestaltete Barwagen, der historische vierachsige VT 109 Triebwagen, konnte nach zahllosen Arbeitsstunden ebenfalls in Betrieb genommen werden.
Das Team durfte eine Ehrung durch die Stiftung Deutsche Eisenbahn, den Dieter-Junker-Preis, entgegennehmen. Obendrein gab es noch ein Preisgeld von 4500 Euro.
Ein neuer Barwagen namens „Ci 123“ wurde außerdem in Betrieb genommen. Vorangetrieben wurde zudem die weitere aufwendige Instandsetzung der Lok 7. Hier ist man seit 2016 in der betriebsfähigen Aufarbeitung tätig. Die Lok konnte sich nun seit 1965 das erste Mal aus eigener Kraft bewegen. Der letzte Schritt der Kessel- und Fahrzeugabnahme steht indes noch bevor.
Ausblick: Geplant ist unter anderem der gemeinsame Betrieb von Lok 20 und Lok 30, die noch in der Aufarbeitung steckt. Beide seien für den Unterhaltsbetrieb nicht zu groß. Dazu soll sich nach Fertigstellung die Lok 7 gesellen.
Saisonstart: Intensiv gefordert wird das Team zur dreitägigen Veranstaltung zum Saisonstart am Freitag, 1. Mai, mit Bewirtung durch die Feuerwehr Kandern und Kindereisenbahn.
Familientag mit buntem Programm
Am Samstag, 2. Mai, folgt der Familientag mit einem bunten Programm, darunter Bewirtung durch die Jugendfeuerwehr, offene Werkstatt und Wagenhalle sowie Fahrten mit der Handhebeldraisine. Es präsentieren sich Warenumschläge für Güterzüge mit Personenbeförderung aus den 1960er-Jahren. Ebenfalls ist die Teilnahme nach Voranmeldung beim Fotozug mit der VT3 und Güterzug möglich. Am Sonntag, 3. Mai, verkehren die Dampfzüge im Jahresfahrplan.
Fusion: Der Vorstand wurde beauftragt, die Möglichkeit einer Fusion mit dem noch bestehenden Förderverein Kandertal zu prüfen. Der Förderverein war bis 2008 aktiv. Auch eine neue Beitragssatzung wurde beschlossen.
Finanzen: Kassierer Wolfgang Bareiss berichtete, dass infolge großer Sparsamkeit das Budget in Höhe von minus 90 000 Euro nahezu ausgeglichen werden konnte. Dies wurde unter anderem erreicht durch einen ungeplanten Fahrzeugverkauf, den Preis der Eisenbahnstiftung, Rückbuchungen sowie Spenden.
Wahlen: Im Amt bestätigt wurden Alexander Meyer als Vorsitzender, Kassierer Wolfgang Bareiss und Beisitzer Fabian Richard.
Kandertalbahn-Verein
Der Verein
zählte zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 253 Mitglieder.
Zum Vorstand
gehören Alexander Meyer (Vorsitzender), Fabian Martin (zweiter Vorsitzender), Wolfgang Bareiss (Kassierer), Thomas Pfefferle (Schriftführer), Fabian Richard und Sebastian Ross (Beisitzer) sowie Arnold Steiner (Bereichsleiter Werkstatt und Fahrzeuge).
Weitere Infos
gibt es auf der Homepage unter www.Kandertalbahn.com.