Scharenweise strömte das Publikum zur Weihnachtsstraße in Kandern, die mit zahlreichen Ständen und Angeboten lockte.
Der Werbering Kandern hatte sich wieder mal mächtig ins Zeug gelegt und hatte das (Weihnachtsstraßen-)Glück auf seiner Seite. Es war trocken und kühl, wie es sich gehört. Pünktlich zum Start des weihnachtlichen Spektakels füllten sich Hauptstraße, Marktplatz und Blumenplatz.
Das festlich geschmückte, glitzernde Weihnachtszügli des „Chanderli“ brachte Gäste in insgesamt vier Zugpaaren zur funkelnden und leuchtenden Innenstadt. Den Weihnachtsschmuck des Zugs hatte Vereinschef Alexander Meyer vom Museumsverein persönlich angebracht. Das Zügli hatte sich auf der Fahrt nach Kandern sogar rund eine Viertelstunde Verspätung zugezogen, um die Scharen der Gäste aufzunehmen, die mit Kind und Kegel angereist kamen.
Glänzende Kinderaugen
Dicht gedrängt blickten glänzende Kinderaugen durch die Fensterscheiben des Zugs und freuten sich auf den Nikolaus, der mit seinem Grabbelsack samt Gummibärchen und Lebkuchen am Bahnsteig zum Empfang bereit stand. Auch die Erwachsenen waren gefordert, gemeinsam mit den Kleinen für den Nikolaus Weihnachtslieder zu singen.
Darüber hinaus warteten zahlreiche stimmungsvolle Feuerschalen entlang der Flaniermeile auf die Besucher, die sich daran wärmen und dort mit Bekannten treffen und plauschen konnten. Kinder grillten erwartungsvoll ihr Stockbrot.
Liebevoll hergerichtete Holzgestelle mit Herz-, Stern- oder Kerzensymbolen und der überdimensionale Adventskranz am Marktplatzbrunnen sorgten für ein besonderes weihnachtliches Flair.
Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet
Auch präsentierten sich die gut besuchten Geschäfte mit ihren weihnachtlich geschmückten Auslagen am verkaufsoffenen Abend bis 21 Uhr.
Kulinarisch war für nahezu jeden Wunsch gesorgt, insgesamt 16 Anbieter boten eine ausgewogene Vielfalt an Speisen. So duftete es an allen Ecken und Enden der Feststrecke nach Glühwein, Punsch, Grillwürsten, Kartoffel- oder Kürbissuppe, Crêpes, Raclette oder nach der frisch gebackenen – auch vegetarischen – Winzerschnitte aus der Tantenmühle in Malsburg-Marzell.
Druggete im Städtli
Auch für die musikalische Umrahmung war reichlich gesorgt. Auf drei Bühnen – bei der Firma Elektro-Bissinger, am Blumenplatz und in der autofreien Zone beim Notariat – wechselten sich der Kinderchor „Dorfhoppsa“ aus Sitzenkirch, die Kanderner Gruppe „Singalong“, der Kinderchor der Grundschule Tannenkirch und Thomas Wengert mit seiner Trompete sowie die Musikschule Markgräflerland mit einer Klarinetten und Saxophongruppe ab.
Auch das Kanderner Kino hatte seinen Familienfilm „Pumuckl und das große Missverständnis“ so terminiert, dass der Film pünktlich zur Weihnachtsveranstaltung endete. Zudem hatte die Stadtbücherei geöffnet und veranstaltete einen Bücherflohmarkt.
In der Innenstadt entwickelte sich nach und nach eine Druggete, oftmals gelang das Durchkommen nur gemächlich. Die Besucher nahmen sich daher reichlich Zeit für einen Plausch. Viele hatten ihre Tassen bereits dabei, damit entsprechender Müll vermieden werden konnte.
Auch Bürgermeisterin Simone Penner beteiligte sich an der musikalischen Umrahmung und sang auf dem Blumenplatz mit den Gästen Weihnachtslieder.