Carsharing-Plätze für E-Autos sind vorgesehen. Foto: Adler

Durch das Netzwerk für nachhaltige Mobilität (Nemo) sollen im südlichen Markgräflerland 34 Mobilstationen entstehen, davon sechs in Kandern.

An diesen Mobilstationen sollen teilweise Fahrradboxen, eine Infostele und jeweils zwei Carsharing-Punkte entstehen. Jana Stahl von der Energieagentur Südwest stellte die Pläne im Kanderner Gemeinderat vor, musste aber vor dem einstimmigen Beschluss der Kanderner Räte einige Nachfragen mit kritischem Unterton beantworten. Von sechs Standorten liegen drei in der Kernstadt, drei weitere in Holzen, Tannenkirch und Wollbach. Der Eigenanteil der Stadt beträgt in den nächsten drei Jahren jeweils zwischen 7000 und 11 000 Euro pro Jahr, der Rest sind Fördermittel der öffentlichen Hand.

 

Für den Betrieb des Carsharing-Netzwerks soll ein privater Betreiber über eine Ausschreibung gefunden werden, sagte Stahl. Da der Netzbetreiber nicht garantieren kann, dass die Netzkapazität an allen Standort einen Anschluss ermöglicht, sollen die Kommunen bei der Herstellung des Anschlusses mit bis zu 12 000 Euro in Vorleistung gehen, erläuterte die Projektleiterin. 75 Prozent der Kosten würden gefördert, hieß es.

2800 Euro pro Fahrradbox für den Bahnhof erschienen vielen Gemeinderäten sehr viel – wie viele Räder passten denn in eine solche Box, wollten einige Gemeinderäte wissen. Pro Box sei ein Rad vorgesehen, antwortete Stahl auf die Nachfrage. Inklusive Radboxen kostet die Mobilstation am Bahnhof 40 000 Euro, die anderen fünf schlagen mit 20 000 Euro zu Buche. Die anderen fünf Standorte sind in der Karl-Berner-Straße und an der August-Macke-Schule sowie am Rathaus Holzen, am Hüttstall in Tannenkirch und an Grundschule/Kandertalhalle in Wolbach vorgesehen. Die Unsetzung soll bis 2027 erfolgt sein, hieß es.