Die Kanderner Vereine kredenzten so viel Köstliches, dass den Besuchern schon beim Hinschauen das Wasser im Mund zusammenlief. Foto: Gudrun Gehr

„Jetzt kanns Fescht brodle“, freute sich Bürgermeisterin Simone Penner bei der Eröffnung.

Das Kanderner Budenfest als erster Teil des „Nationalfiirdig“ sorgte bei prachtvollem Spätsommerwetter wieder einmal für Hochstimmung. Festbesucher am Samstagmittag freuten sich, dass die Buden bereits ab 15 Uhr öffneten und die frühen Festgäste ihren ersten Durst und Hunger stillen konnten. Gegen Abend ging es dann zum traditionellen Fassanstich durch Bürgermeisterin Simone Penner. Die IG Budenfest mit 14 Vereinen hatte sich erneut mächtig mit den Vorbereitungen zum Fest ins Zeug gelegt.

 

Dank geht an die Vereine und die Feuerwehr

Simone Penner bedankte sich bei allen 14 ausrichtenden Vereinen sowie bei Laura Güthlin für die IG Budenfest, bei der Feuerwehr und den Rettungskräften. Sie sagte: „S’Budefescht isch eröffnet“.

Ein paar routinierte Schläge, dann gab es frisch gezapftes Bier. Foto: Gudrun Gehr

Weiter meinte sie: „Jetzt kanns Fescht brodle“. Sie bewies wieder einmal ihre routinierte Schlagfertigkeit, und nach wenigen präzisen Hieben mit dem Hammer spritzte das ersehnte kühle Nass aus dem Hahn des Bierfasses.

Es fehlte nicht an musikalischer Unterhaltung, hier Trompeter der Kanderner Stadtmusik. Foto: Gudrun Gehr

Beim Festzelt hatte sich wohlweislich gleich eine Schlange mit durstigen Festgästen gebildet, diese konnten das frisch gezapfte Freibier sogleich in Empfang nehmen. Den musikalisch stimmungsvollen Rahmen schuf die Stadtmusik Kandern mit einem Ausflug quer durch die Notenmappe, sie wurde von Maris Siegin, Finalist bei „The Voice Kids“, und dem Duo Schwarz abgelöst.

Süße und deftige Speisen duften um die Wette

Am Abend wagten sich die ersten Tänzer auf den Tanzboden. Bald nach dem traditionellen Fassanstich entwickelte sich auf dem Blumenplatz quirliges Treiben. Es duftete unwiderstehlich nach so vielgestaltigen Speisen wie Apfelstrudel-Shots, Pizza, Strübli, Raclette, aber auch deftigen herbstlichen Delikatessen wie Kesselfleisch oder Blut- und Leberwürsten mit Sauerkraut oder Sauprägel.

Auch für Kaffee- und Kuchengelüste war bei den Haagener Burgnarren in Kooperation mit der Obdachlosen- und Bedürftigenhilfe im Landkreis Lörrach bestens gesorgt.

Maris Siegrin, The-Voice-Kids-Teilnehmer, war Stargast. Foto: Gudrun Gehr

Manch ein Besucher hatte so die Qual der Wahl bei der Entscheidung, wo er Platz nehmen will. Die Sitzplätze in den Lauben und Buden füllten sich am Abend zügig, der Bier- und Weinbrunnen war bald belagert.

Die Menschen drängten sich auf dem Festplatz

Im Flair des fortschreitenden , lauen Spätsommerabends bildete sich auf dem Blumenplatz bis zur Fischermühle schnell eine Druggete. Einheimische wie auch viele auswärtige Gäste schmausten, plauschten und freuten sich, endlich wieder das legendäre Budenfest genießen zu dürfen.

Der Sonntag Morgen startete mit einem traditionell gut besuchten ökumenischen Gottesdienst im Festzelt, gefeiert durch Prädikantin Marion Argast und Pfarrer Martin Karl. Das Thema der Predigt war „Biblische schräge Vögel“. Unter dem Beifall der Gäste wurde bekanntgegeben, dass die Baugenehmigung für den Anbau der evangelischen Kirche nunmehr vorliegt. Der Baustart erfolgt im Frühling. Anschließend sorgte das Handharmonika-Orchester Schopfheim mit einem Frühschoppenkonzert erneut für gesellige Unterhaltung. Nach dem Gottesdienst wurde in den Buden wieder zum Verweilen bei leckeren Speisen und Getränken eingeladen, der Gästestrom vergrößerte sich weiter.

Das Kinderbudenfest startete bei der evangelischen Kirche. Die unkomplizierte Geselligkeit und die trubelige Feierstimmung sind einer der Gründe für die Popularität des Budenfestes. Ab 19 Uhr gab es musikalische Unterhaltung mit der Hatpats Bigband.