Auf ihrer Vollversammlung bestätigten die Da-Bach-Na-Fahrer eine neue Doppel-Spitze für den Vorstand und sorgten bei der Wahl des Schlussfahrers für eine Überraschung.
Am Freitagabend rüsteten sich die Da-Bach-Na-Fahrer auf ihrer Vollversammlung in der Szene 64 für die Fasnet, auf der es das Jubiläum 90 Jahren Da-Bach-Na-Fahrt zu feiern gilt.
Vorstandssprecher Tobias Wernz hielt seinen letzten Jahresrückblick über das, was die Da-Bach-Na-Fahrer Tolles gemacht und erlebt hatten: „Keine Zuber kaputt und keine großen Verletzungen“, fasste er zusammen. Spürbar von Herzen kommend dankte er allen Helfern, die rund um die Fahrt im Einsatz waren, und ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre: „Wir haben einen Haufen, auf den man stolz sein kann.“
Letzter Kassenbericht
Nach einem Ausblick auf die Termine übergab Wernz an Kassierer Arno Jauch: Der Kassenbericht beinhaltete keine Überraschung, die Kasse war im Plus und Prüfer Ralf Brändle testierte fehlerfreie Führung („Alles passte“). Doch dann erklärte Jauch: „Dies war mein 39. und letzter Bericht. Ich bin dankbar für die lange und großartige Zeit“. Er werde weiter im „zweiten Glied“ dabei bleiben. Er sei auch dankbar, dass seine Nachfolgerin Ann-Kathrin Brantner mit „genau so viel Herzblut“ hinter der Da-Bach-Na-Fahrt stehe wie er. Und er danke seiner Frau Christina nicht nur für 30 Jahre Buchhaltungsvorbereitungen, sondern auch für das „Katzen und Halstücher für das Häs nähen“. Die Kanalfahrer dankten mit einem donnernden langen Applaus einem sichtlich bewegten Arno Jauch für seinen so langen unermüdlichen Einsatz.
Worte des Abschieds
Nach der Entlastung der Vorstandschaft, ausgesprochen von Tobias Dold, Zunftmeister der Narrenzunft Schramberg, und der Wahl der Kassenprüfer Ralf Fehrenbach und Uwe Hasenmeile, der Ralf Brändle ablöst, sprach Wernz sein Schlusswort: „Nach elf Jahren und zwölf mal Fasnet am Steuer ist es an der Zeit, die Kapitänsmütze weiterzugeben.“
Mit Marcus und Simon King übernähmen jetzt zwei neue Vorstände das Steuer. „Ich wünsche Euch immer eine Handbreit Wasser unterm Zuber, starke Nerven und eine Mannschaft, die mitzieht.“
Er dankte für den Rückhalt der vergangenen elf Jahre und das Vertrauen in ihn: „Ich bin stolz, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Es war eine Zeit voller Lachen, Zusammenhalt und unvergesslicher Momente. Ihr seid etwas ganz Besonderes.“ Alle im Raum erhoben sich und spendeten eine langen kräftigen Beifall, der sichtlich aus aller Herzen kam.
Die Neuen legen los
Nach den Wahlen zum Ausschuss, dessen Mitglied Mathias (Matze) Dold mit Dank verabschiedet wurde, führten Marcus und Simon King im Wechsel durch die weiteren Punkte, unter anderem die Regeln für die Zuberbauer, die ihren Raum in der Geißhalde bekommen, und alles weitere, was für die Organisation der Da-Bach-Na-Fahrt, darunter Sicherheitskonzept, Hausball und „Nacht der Kapitäne“ vorbereitet werden muss.
Der Freitag war auch der Tag der Anmeldung zur Da-Bach-Na-Fahrt und eine lange Schlange bildete sich am Vorstandstisch. Das Motto des Zubers sollte auf die Anmeldung notiert sein, um Dopplungen zu vermeiden. Wer noch solo war, konnte bei der „Paarschiff-Singlefahrerbörse“ einen Partner finden. Bei der Versammlung am 23. Januar wird die Fahrerliste erstellt, beziehungsweise ausgelost, wenn die 40 vorhanden Zuber nicht reichen. „Auch junge Teams sollen eine Chance bekommen“, versicherte Marcus King.
Ein weiterer Höhepunkt war die Wahl der Start- und Schlussfahrer. Die Kandidaten hielten zur Freude der Mitglieder humorvolle Bewerbungsreden, in denen sie keine Übertreibungen scheuten: Stefan Link gewann die Wahl und Steffi Melvin als erste Frau seit Jahrzehnten diejenige zum Schlussfahrer. „Ihr müsst wegen mir nicht gendern“, verzichtete sie lachend auf das Prädikat „Schlussfahrerin“. Begeisterter Beifall war ihr sicher.
Mit drei donnernden „Kanal voll“ endete der offizielle Teil.