Der städtische Bauhof kümmert sich auch um die Erneuerung eines Streckenschiebers. Foto: Fotos: Sum

Infrakstruktur: Arbeiten am Schrofen

Schiltach-Vorderlehengericht. Der städtische Bauhof buddelt derzeit kräftig am Schrofen in Vorderlehengericht. Er erledigt dort gleich zwei Aufgaben auf einen Schlag.

Der Bauhof entfernt dort einen Hydranten auf einem Privatgrundstück. Jenes wird jetzt eingezäunt, sodass der Hydrant für die Stadt nicht mehr zugänglich ist. "Wir haben andere Hydranten in der Nähe. Deshalb brauchen wir den auch nicht mehr", erklärt Stadtbaumeister Roland Grießhaber auf Nachfrage. Der Hydrant wird also ersatzlos gestrichen.

Ein paar Meter weiter haben die Bauhofmitarbeiter ebenfalls ein tiefes Loch gegraben. Dort muss altersbedingt ein Streckenschieber in der Wasserleitung entfernt werden, sagt Grießhaber. Er befindet sich in der Hauptleitung, die die Häuser bis nach Bohmen, also bis an die Schiltacher Gemarkungsgrenze, mit Wasser versorgt. Wie alt genau der Schieber ist, kann Grießhaber nicht sagen­: "Sicherlich so alt wie die Leitung selbst."

Der Streckenschieber habe nicht mehr richtig funktioniert. Wenn diese ein gewisses Alter hätten und auch abhängig davon, wie oft sie benutzt werden, "schließen die Schieber nicht mehr richtig", führt er aus. Grießhaber vergleicht seine Funktion mit dem Hauptwasserhahn im Wohnhaus.

"In einer Aktion"

Wird der Schieber geschlossen, weil das Wasser in der Leitung talabwärts abgedreht werden muss, fließe in so einem Fall eben immer noch Wasser, wenn auch weniger. Daher müsse der Schieber ausgetauscht werden. Bemerkt wird sowas übrigens, wenn am System gearbeitet wird – beispielsweise, wenn es einen Rohrbruch gibt oder an anderer Stelle ein Schieber ausgetauscht wird – und bei geschlossenem Streckenschieber eben kein Wasser mehr kommen sollte.

In manchen Fällen müsse dann sofort gehandelt werden. In anderen, wie jetzt am Schrofen, eilt es nicht ganz so sehr: "Wir wussten, dass wir den Hydranten eh demnächst entfernen müssen und entsprechendem Gerät vor Ort sind", sagt Grießhaber. Deshalb habe die Stadt beschlossen Hydrant und Streckenschieber "in einer Aktion zu machen".

Der Austausch des Streckenschiebers kostet rund 2500 bis 3000 Euro, rechnet Grießhaber. Die Kosten seien aber recht unterschiedlich – je nachdem, ob sich das Gerät im Gelände oder in der Nähe einer Straße befindet und wie viele Kabel oder dergleichen dort noch verlegt sind. Dann könnte das durchaus auch mal mehr kosten. Am Schrofen aber sei die Situation recht einfach.