An den Ständen der Aussteller gab es viele Infos für die Schüler von den Vertretern des Betriebs. So konnten die Jugendlichen aus erster Hand alles über die jeweilige Ausbildung erfahren wie hier beispielsweise bei „Motima: Schule & Akademie für Physiotherapie“ aus Schwenningen. Foto: Stefan Heimpel

Rekordandrang bei Furtwanger Berufsbildungsmesse: Schüler können zwischen 41 Firmen wählen. Manche Betriebe suchen verzweifelt – Ausbildungsstart noch 2026 möglich.

Auch in ihrer 17. Auflage war die Furtwanger Berufsbildungsmesse am Samstag ein Magnet. Viele Schüler, oftmals in Begleitung ihrer Eltern, verschafften sich hier einen Überblick über das breite Ausbildungsangebot in der Region.

 

41 Firmen aus einem großen Einzugsbereich rund um Furtwangen stellten aus und warben dabei um Nachwuchs für die verschiedensten Berufe. Den Schwerpunkt bei den Ausstellern bildete einmal mehr die Industrie. Genauso gab es aber auch beispielsweise Banken und Versicherungen, die sich hier vorstellten.

Gestiegen war in diesem Jahr die Zahl der Handwerksbetriebe, die ihre Ausbildungsstellen präsentierten. Der Einzelhandel dagegen war dieses Mal gar nicht auf der Bildungsmesse zu finden.

Schulleiter finden’s gut

Auch die Schulleiter in Furtwangen sehen die Bedeutung der Bildungsmesse als Orientierung für ihre Schüler. Als Schirmherr der Veranstaltung eröffnete Bürgermeister Florian Merz gemeinsam mit Realschulrektor Kemmelmeier die Ausstellung.

Schon bald setzte ein reger Zustrom ein. Den ganzen Tag über herrschte in der Robert-Gerwig-Schule, die sich einmal mehr als Ort für diese Messe bewährt hat, reger Betrieb. Nach Einschätzung von Direktor Steve Richter von der Robert-Gerwig-Schule waren es deutlich mehr Besucher als im Vorjahr.

Die Zahl der Aussteller war dagegen etwas gesunken. Aber bei den meisten Ausstellern war zu hören, dass hier von Seiten der Schüler großes Interesse besteht. Oftmals waren es sogar bereits konkrete Anfragen nach Ausbildungsplätzen. Genauso wichtig sind aber für die Berufsorientierung Praktika, die ebenfalls auf der Messe vereinbart werden konnten.

Auch im Innenhof der Schule gab es Aussteller: Ein Magnet war hier die Kran-Fahrt bei Kammerer Bedachungen. Ebenso zu finden war hier das DRK mit einem Rettungswagen.

Als neuer Aussteller präsentierte sich das Landratsamt mit einem Räumfahrzeug der Straßenmeisterei Furtwangen-Neueck. Auch hier sieht man die Chance, neue Auszubildende für den Beruf des Straßenwärters für die drei Standorte Furtwangen, Villingen und Hüfingen zu gewinnen.

Premiere für Handwerksbetrieb

Ein weiterer Handwerksbetrieb war ebenfalls erstmals der Bildungsmesse dabei: Die Kempf GmbH aus Schonach warb für Ausbildungsplätze als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie als Klempner. Hier wie bei manch anderen Betrieb sind aktuell sogar noch Ausbildungsstellen für das aktuelle Jahr frei. Auch das Elztal-Hotel sucht beispielsweise noch Auszubildende für das Restaurantfach oder als Koch.

Bei anderen Firmen geht es dagegen schon wieder konkret um Bewerbungen für den Herbst 2027. Bei der Firma Kempf gab es wie bei manch anderem Aussteller, auch die Möglichkeit für die Besucher sich praktisch zu betätigen: Sie konnten hier passend zum Muttertag ein Herz konstruieren, wozu man aber eine Rohrpresse wie beim Heizungsbau benutzen musste.

Gespräche werden konkret

Feststellen konnte man auch, dass die Bandbreite bei den Ausbildungen sehr groß ist. Das reicht von einer normalen Lehre im Handwerk oder im kaufmännischen Bereich bis zum Studium Plus. Die große Herausforderung beim Studium Plus, beispielsweise bei der Firma Siedle & Söhne, ist, dass die Schüler nach dem Abitur gleichzeitig eine Lehre im Betrieb mit einem entsprechenden Studium Elektrotechnik oder Informatik an einer Hochschule kombinieren, sie dann zwei Abschlüsse erreichen. Es gab auf jeden Fall bei den verschiedenen Ausstellern viele, oftmals sehr konkrete Gespräche.

Nicht zuletzt hat es sich bewährt, dass hier als Gesprächspartner bei den Unternehmen gleichermaßen Ausbilder wie auch Azubis dabei sind, die dann aus eigener Erfahrung berichten können. Die Bildungsmesse 2026 war erneut ein großer Erfolg.