Für die im Weiler Stadtrat von Olga Anselm und Rebeka Schiessl vorgestellte Müllkampagne gibt es viel Lob. Höhere Bußgelder werden gefordert.
Eine Müllkampagne zu entwerfen ist das eine, sie umzusetzen das andere. Höhere Strafen, aber auch, dass diese konsequenter verhängt werden, ist der einhellige Wunsch der Weiler Stadträte. Mehrere von ihnen meldeten sich im Anschluss an die Vorstellung der Kampagne „Weil.Sauber.Besser.“ im Gemeinderat zu Wort.
Andreas Rühle (Unabhängige Freie Wähler – UFW) dankte dafür, dass das Thema an so zentraler Stelle in der Stadtverwaltung platziert worden sei. Als er im Wahlkampf mit Diana Stöcker – jetzt Oberbürgermeisterin – durch Friedlingen gegangen sei, habe es dort nicht gut ausgesehen, erinnerte er sich. Nun habe sich vieles verbessert. Der Betriebshof leiste dort enorme Arbeit, hob Rühle hervor. Dessen Mitarbeiter seien sogar samstags und sonntags vor Ort. Sein Fraktionskollege Axel Schiffmann hielt anerkennend fest, dass die Kommunen im Landkreis hier an einem Strang zögen.
„Online-Schadensmelder mehr bewerben“
Simone Brobeil (CDU) lobte die „tolle Weiler Kampagne“ und hob besonders den Online-Schadensmelder auf der Internetseite der Stadt Weil am Rhein hervor. Diesen könne man mehr bewerben, schlug sie vor. Der Werkhof rücke aus, um umgehend einzelne Schäden zu beheben. Matthias Dirrigl (SPD) nahm Sauberkeit als Zeichen der Wertschätzung von Mensch und Natur in den Blick und forderte, auch Unternehmen mehr zur Verantwortung zu ziehen. Sein Fraktionskollege Lars Augustin, ermunterte alle Verantwortlichen, über den reinen Müll hinaus auch stärker gegen Verwahrlosung und Vandalismusschäden vorzugehen.
„Zeichen der Wertschätzung von Mensch und Natur“
Thomas Bayer (Grüne) fand es zwar traurig, dass die Stadt so massiv vorgehen müsse, mahnte aber zugleich: „Wir sind erst am Anfang.“
„Bußen müssen ausgesprochen werden“
Dass Bußen auch ausgesprochen werden müssten und diese nur durch „offensive Kontrollen“ möglich sei, betonte schließlich Jürgen Walliser (UFW). „Das spricht sich rum.“
Dies werde man tun, sobald man eines Müllsünders habhaft werde, versprach Nonnenmacher. Das Regelbußgeld sei mittlerweile verdoppelt worden, fügte sie noch hinzu.