Die geehrten Feuerwehrmitglieder mit Bürgermeister Marco Muchenberger (4. V. rechts) und Kommandant Frank Sütterlin (rechts). Foto: Gottfried Driesch

Unter anderem war die Inzlinger Feuerwehr vergangenes Jahr beim Großbrand in Lörrach gefordert.

Ein reges Jahr liegt hinter den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Inzlingen.

 

Rückblick: Bei der Generalversammlung im Feuerwehrhaus verwies Kommandant Frank Sütterlin auf 20 Einsätze. Hinzu kamen 23 Veranstaltungen. Einige der Einsätze hob Sütterlin besonders hervor: So sei im März beim Scheibenschlagen anlässlich der Fasnacht eine glühende Scheibe auf ein Flachdach geflogen. Der rasche Einsatz habe einen Schaden verhindert.

Ebenfalls im März wurde die Wehr von der Polizei zu einer Türöffnung gerufen. In der Wohnung fanden die Kameraden eine Person, die wohl schon vor einiger Zeit verstorben war. Der Großbrand in Lörrach am ersten Weihnachtsfeiertag sei auch für die Inzlinger Wehr eine Herausforderung gewesen. Um 3.37 Uhr ging die Bitte um Unterstützung ein. Besonders die Atemschutzgeräteträger seien gefordert gewesen.

Sechs aktive Wehrleute fehlten bei keiner Übung. Zu den Aufgaben zählten auch die Sicherungen von Umzügen wie Hemliglunki, Rosenmontagszug oder Sankt Martin. Heuer müsse man auch auf Terrorabwehr achten: „Ein Umstand, an den man noch vor wenigen Jahren nicht gedacht hätte“, hieß es im Bericht von Schriftführer Steffen Blanck.

Mit der Feuerwehr Degerfelden hat sich eine engere Zusammenarbeit ergeben, die fortgesetzt werden soll.

25 Jahre Jugendwehr

Der größte Höhepunkt 2025 sei am 29. Juni der „Tag der offenen Tür“ anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Jugendfeuerwehr“ gewesen. Mehrere Attraktionen wurden vorbereitet. Die Feuerwehr Lörrach und das THW leisteten mit einem Kran, der Drehleiter und der Absturzgruppe Unterstützung.

Gerätehaus: Bei einer Begehung des Gerätehauses habe sich herausgestellt, dass die Platzverhältnisse unzureichend seien. Man müsse über die Planung für eine Erweiterung oder einen Neubau zeitnah nachdenken.

Lob und Dank: Bürgermeister Marco Muchenberger würdigte „die ungeheure Leistung“, die die Floriansjünger erbringen. Beispielhaft sei die Jugendarbeit der Feuerwehr: „Sie ist die Basis für die Zukunft der Feuerwehr.“ Viele Veranstaltungen könnten nicht stattfinden, wenn die Feuerwehr nicht Hilfestellung leisten würde, sagte der Bürgermeister.

Jugendfeuerwehr: Die Einsatzbereitschaft in der Jugendgruppe sei hoch, sagte Jugendwart Marvin Hirt. Der Besuch der Schulungsabende habe mit 87 Prozent einen guten Stand erreicht. Aktuell sind jetzt einige Mitglieder bereits 17 Jahre alt. Für sie erfolgt demnächst der Übergang in den aktiven Dienst.

Beförderungen und Ehrungen: Frank Sütterlin und sein Stellvertreter Stefan Bachthaler beförderten Pascal Bernhard zum Hauptfeuerwehrmann. Thomas Fisch ist jetzt Oberlöschmeister, Jens Jordan neuer Hauptlöschmeister.

Die Beförderung von Markus Jordan zum Brandmeister nahm der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Werner vor.

Werner verlieh ferner Auszeichnungen des Landes Baden-Württemberg: Das Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Einsatzdienst ging an Jonas Bachthaler. Das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre erhielten Steffen Blanck und Frank Sütterlin verliehen.

Ehrenkreuz verliehen

Das Ehrenzeichen in Gold in besonderer Ausführung für 50 Jahre Einsatzdienst ging an Erich Hildebrand und Karlfrieder Ortlieb. Diese Ehrenzeichen werden nicht für die bloße Mitgliedschaft, sondern nur für aktiven Einsatzdienst als Anerkennung für den außergewöhnlichen Dienst am Nächsten verliehen.

Dietmar Müller, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Lörrach, bat Karlfrieder Ortlieb gleich noch einmal nach vorne. Er überreichte ihm das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbands. Ortlieb hat seit dem Jahr 2000 maßgeblich die Jugendfeuerwehr in Inzlingen aufgebaut.

In die Altersmannschaft wechselten Reinhard Dreher, Pirmin Hauser und Karlfrieder Ortlieb.