Die Ettenheimer Kameraden hatten 2025 einiges zu tun: Insgesamt 124 Mal mussten sie ausrücken. Dramatische Unfälle blieben glücklicherweise aus.
Das Ettenheimmünsterer Vereinshaus reichte platzmäßig gerade noch aus, die aktiven Kräfte der Ettenheimer Gesamtfeuerwehr samt Altersabteilung und einigen Gästen zu fassen. Aktuell stehen nämlich 140 Aktive im freiwilligen Einsatz – und nahezu jeder fand sich in Dienstuniform zur Hauptversammlung ein.
Nach seinem ersten Amtsjahr erstattete Christian Mösch zur Premiere den Bericht als neuer Gesamtkommandant. Das vorige Jahr sei eines von Neuwahlen mit vielen Wechseln gewesen – nicht nur von ihm und seinem ebenfalls neuen Stellvertreter Lukas Schaudel, sondern auch den ebenso neu gewählten Abteilungskommandanten August Rehm (Wallburg), Mike Brüggert (Münchweier) und Frank Spitznagel (Ettenheim samt Altdorf). In Ettenheimweiler amtiert hingegen Andreas Hösel weiter.
Angegangen wurde jetzt, verkündete Mösch, die Erstellung eines neuen Feuerwehr-Bedarfsplanes mit Hilfe der Freiburger Gefahrenabwehr-Planungsfirma Holoch. Deren erste Berichte werden demnächst erwartet. Ansonsten konzentrierte sich Mösch vor allem auf technische Fortschritte. So gab es im umfangreichen Fuhrpark einige Umstellungen: Ein betagtes Wallburger Löschfahrzeug wurde nach 25 Betriebsjahren außer Dienst gestellt. Dafür steht dort jetzt in der kleinen Halle das ehemalige Altdorfer Staffellöschfahrzeug. Ein seit vorigem Oktober überfälliges bestelltes neues Löschfahrzeug „LF 10“ für die Kernstadt-Wehr kann nun wohl wegen Händler-Problemen erst Ende diesen Jahres in eigenen Betrieb genommen werden.
Ausbildungsleiter Christian Krieg berichtete von zahlreichen Aktivitäten. So hatte sein Team im vorigen Jahr für Lehrgänge gesorgt, etwa zur Grundausbildung und auch für Truppführer, Sprechfunker und Maschinisten. Atemschutzträger hatten sich zur realistischen „Heißausbildung“ in eine entsprechende Eschenbacher Anlage begeben. All dies sei wichtig, denn: Immer mehr Einsätze, ob bei Bränden oder technischen Hilfeleistungen, fordern ständig neu. Insgesamt 124 Einsätze waren es 2025 gewesen, in Summe mache das 795 Arbeitsstunden.
Bruno Metz lobt die Wehr für ihre Tatkraft
Dabei ging er im ersten Jahresquartal vermehrt um Lkw-Unfälle auf dem Autobahnabschnitt. Außerdem sei es auch zu zahlreichen Bränden von Gebäuden bis zum Gartenhaus, Menschenrettungen, Türöffnungen oder auch Fehlalarme gekommen. Besonders dramatische Einsätze waren voriges Jahr glücklicherweise nicht zu verzeichnen gewesen.
Jugendwart Marcel Vetter berichtete über Aktivitäten des Nachwuchses von derzeit 27 „Löschzwergen“ – allesamt im Alter von bis zu zehn Jahren – und ebenso stolzen 54 in der Jugendfeuerwehr. Hierbei sorgt ein zwölfköpfiges Betreuerteam nicht nur für rund 13 altersgerechte Proben, sondern auch zusätzlichem Spaß per eigener Lagerolympiade. Mösch und Vetter waren sich völlig einig: Hier wachse ein toller Nachwuchs für die aktive Feuerwehrabteilung heran.
Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz zeigte sich begeistert von der überzeugenden Leistungsbilanz. Besonders freute er sich über den jüngsten Altersdurchschnitt bei der Münchweierer Abteilung. Da könne man sogar über einen zweiten Ausrückbereich nachdenken. Für den Ortenauer Feuerwehrverband überbrachte deren Vorsitzenden-Stellvertreter Jan Streibel beste Wünsche: „Mit euren vielen Einsätzen wisst ihr, was ehrenamtliche Arbeit heißt.“
Info – Ehrungen und neue Rollen
Ehrungen:
Für eine Dienstzeit von 60 Jahren als freiwilliger Feuerwehrmann wurde in Abwesenheit Roland Weber geehrt. Anwesend zur Überreichung von entsprechenden Urkunden für 40-jährige Dienstzeit waren hingegen Joachim Hunn, Harald Kunz, Bernhard Rehm und Martin Wirtner. Für 15-jährige Dienstzeit wurden geehrt: Michael Henninger, Yannick Hösel, Johannes Jäger, Michael Nopper und Christian Ruf. Beförderungen:
Zum Brandmeister wurde Mike Brüggert befördert. Zum Oberlöschmeister Dino Himmelsbach ernannt, zu Löschmeistern Fabian Kirnberger und Alexander Hanke, zum Hauptfeuerwehrmann Steven Hermle, Alexander Kreusch, Marc Riether und Daniel Ulrich. Oberfeuerwehrmänner sind Moritz Andlauer, Gerrit Böhler, Nils Fleig, Bastian Hezel, Stefan Hunn, Harry Krüger, Manuel Obergföll, Caroline Ohnemus, Martin Schmied, Leon With, Manuel Wirtner. Feuerwehrmann wurde Erik Böttcher, Feuerwehranwärter Mika Dittmer, Hermann Fabian, Adrian Goth, Yannis Kunz, Enrico Vollmer.