Kamerabilder zeigen Unbekannte auf Privatgrundstücken in Rosenfeld-Bickelsberg. Die Polizei ermittelt. Das ist bislang bekannt.
Mehrere Anwohner im Rosenfelder Teilort Bickelsberg haben in den vergangenen Wochen verdächtige Beobachtungen gemacht: Auf privaten Sicherheitskameras wurden vermummte Personen aufgezeichnet. Die Aufnahmen sorgen nun für Verunsicherung in der Bevölkerung.
Einer der Betroffenen bemerkte bei den Aufzeichnungen seiner Überwachungskamera, dass sich nachts eine vermummte Person auf seinem Grundstück bewegte. Auch auf einem anderen Grundstück zeichnete eine Videokamera eine vermummte Person auf.
Wie das Polizeipräsidium Reutlingen auf Anfrage mitteilt, sind dem zuständigen Polizeiposten Rosenfeld bislang zwei Fälle von Hausfriedensbruch bekannt geworden, die zur Anzeige gebracht wurden. Tatverdächtige konnten bisher jedoch nicht ermittelt werden. Die laufenden Ermittlungen sollen nach ihrem Abschluss an die Staatsanwaltschaft übergeben werden.
Zusammenhang mit Einbrüchen unklar
Parallel dazu wurden seit Mitte März im Bereich Rosenfeld-Isingen zwei Wohnungseinbrüche gemeldet. Ob ein Zusammenhang zwischen den Einbrüchen und den in Bickelsberg gefilmten Personen besteht, ist derzeit noch unklar. Die Polizei prüft mögliche Verbindungen, kann aktuell jedoch keine Aussagen über organisierte Tätergruppen treffen.
Da von den Gemeinden des Kleinen Heubergs die Autobahn sehr schnell zu erreichen ist, bilden diese für mögliche Einbrecher ein günstiges und geeignetes Ziel. Auffällig ist, dass in den bislang bekannten Fällen nach derzeitigem Ermittlungsstand nichts entwendet wurde. Auch zu möglichen Motiven der Täter liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Polizei rät zur Wachsamkeit
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein. Bürgerinnen und Bürger sollten bei verdächtigen Beobachtungen – etwa bei fremden Personen oder Fahrzeugen in Wohngebieten – umgehend den Notruf 110 verständigen, jedoch keine eigenständigen Konfrontationen suchen.
Zudem verweist die Polizei auf grundlegende Maßnahmen zum Einbruchschutz. Dazu zählen unter anderem das konsequente Abschließen von Türen, auch bei kurzer Abwesenheit, das Sichern von Fenstern und Terrassentüren sowie das Hinterlassen eines bewohnten Eindrucks – etwa durch Lichtquellen oder regelmäßig geleerte Briefkästen.
Videotechnik kann abschrecken
Auch Sicherheitstechnik wie Kameras kann laut Polizei eine sinnvolle Ergänzung sein und abschreckend wirken. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass es sich um funktionierende Systeme handelt – Attrappen sind für erfahrene Täter oft leicht zu erkennen.