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Jede Menge los war am ersten Tag des Kalten Markts in Schopfheim. Viele nutzten die Gelegenheit, dort zu schlendern, zu schlemmen und einzukaufen.

Es duftet nach Glühwein und Magenbrot. Schon am Vormittag füllen sich die Gassen am Kalten Markt in Schopfheim. „Eine willkommene Abwechslung in der Mittagspause“, nennt es ein junger Besucher und viele tun es ihm gleich. Zum Glühweinplausch trifft man sich hier ebenso wie zum geselligen Einkaufsbummel. Einmal mehr ist der Markt ein Publikumsmagnet. „Es ist optimales Wetter“, freut sich ein Herr in illustrer Frauenrunde.

 

Käseverkäufer aus der Partnerstadt

Die Aussteller kommen aus nah und fern. Schon seit 20 Jahren ist der Käsestand aus der französischen Partnerstadt Poligny mit dabei. „In dieser Zeit haben wir hier zehn Tonnen Comté-Käse verkauft“, freut sich Jean Jaillet, der vor dem Stand die Kunden auf Deutsch berät, während die Verkäufer hinter der Ladentheke nur Französisch können. Bei dichtem Gedränge wird hier Camembert über die Theke gereicht, gepaart mit französischem Charme.

Schon seit 62 Jahren ist Markthändler Mauch aus Neuried beim Kalten Markt dabei. Er berät gerade einen Kunden, der sich einen Gürtel kaufen möchte. „Ich habe 80 Prozent Stammkundschaft“, sagt Christian Mauch.

Kulinarik aus vielen Ländern

Auch kulinarisch wird ein breites Sortiment aus verschiedenen Ländern geboten, Rahmfladen aus dem Holzofen, Avancini oder Börek, Raclette oder Crêpes und auch Schupfnudeln. Und natürlich darf die heiße Wurst nicht fehlen. Und auch Süßes gibt es genügend, der Mais wirbelt durch die Popcornmaschine und Kindheitserinnerungen werden bei den beschrifteten Lebkuchenherzen wach.

Auf der Suche nach Geschenken

Geschenke suchen oder sich selbst was gönnen – alles ist hier möglich. Schmuck, Hosen, Socken und Mützen für die kalten Tage wechseln die Besitzer. Auch Chili vom Engelshaar bis zu höllenscharf werden geboten. Und die ganz aktiven Verkäufer führen die Küchenutensilien vor. Den großen Überraschungseffekt gibt es bei den Ständen mit den sogenannten „Mysteryboxen“, der Inhalt kommt aus Rücksendungen aus dem Online-Handel. Keiner weiß, was drin ist, nicht einmal der Verkäufer. So manche trauen sich. Eine Frau sucht sich ein besonders schweres Päckchen aus. „Wir sind jetzt einfach mal ein bisschen risikofreudig“, sagt sie gespannt. Ihre Freundin muss mitziehen. Auch am Mittwoch wird in Schopfheim weiter geschlendert, geschlemmt und gekauft.