Bernd Kohlhepp alias Hämmerle gastiert im Haus des Gastes und begeistert rund 100 Besucher. Foto: Christel Paskal

Mit viel Wortwitz und Humor gastierte Kabarettist Bernd Kohlhepp alias Hämmerle im Haus des Gastes in Königsfeld. Dabei scheute er sich nicht, die Zuschauer in sein Programm einzubinden und ließ sich am Ende zu gleich zwei Zugaben hinreißen.

Einen ausgesprochen kurzweiligen Abend mit vielen Raffinessen erlebten die Besucher im Haus des Gastes in Königsfeld. Gekommen war der Kabarettist Bernd Kohlhepp, alias Hämmerle.

 

Er wohnt in Bempflingen, nach seiner Meinung der Ort mit höchster Nachbarschaftsdichte nördlich der Alpen. Die erste Reihe wurde einfach in das Programm integriert. Da saßen Jürgen, Emanuela, Anna und auch Klaus. Dieser stammte aus Bad Dürrheim und dessen Eintrittskarte war ein Weihnachtsgeschenk. Zu seinem Vornamen meinte er „Klau es“.

Hämmerles quietschgrüner Anzug leuchtete auf der Bühne. Den hatte er sich zugelegt, weil Frauen nach 20 Uhr angeblich auf Grünzeug stehen. Er ließ immer wieder Wortkracher los, und das Publikum machte amüsiert mit. Lachsalven gehören dazu.

Wortzaubereien begeistern das Publikum

Böller kauft er sich nicht. Er ruft einfach „Peng, Peng“. Zur Nächstenliebe meinte er, „Wenn du weg bisch, kommt die Nächste“. Bredle sind die Gutsle, die von Auswärtigen als Kekse bezeichnet werden. Und mit Verwandten muss man umgehen, indem man sie umgeht. Solche Wortzaubereien waren ständig zur Freude der mehr als 100 Besucher zu hören.

Dass Hämmerle auch wunderbar singen kann, bewies er mehrfach. So sang er zu bekannten Liedern seine eigenen Texte. Die Zuhörer sangen jeweils den passenden Refrain lauthals und belustigt mit.

Klaus aus der ersten Reihe bekam vor der Pause eine Aufgabe. Mittels einer Holzkiste sollte er auf ausgehändigten Karten Fragen einsammeln. Nach der Pause wusste Hämmerle auf alles eine Antwort. Was sein Lebenssinn sei, beantwortete er mit: „Der Sinn des Lebens ist, Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen zu können.“

Alkohol ist keine Lösung

Zu dem bekannten Lied von Frank Sinatra „My Way“ erschien er im Glitzerjacket und sang „Sisch alles Einweg“.

Aus einem sich plötzlich aufrichtenden Plastikweihnachtsbaum erschien als Spitze der Nikolaus.

Nach beinahe zwei Stunden wollte Hämmerle die Bühne verlassen. Frenetischer und nicht nachlassender Applaus ergab zwei Zugaben. Bei der „Sofazeit“ machten alle im Saal wieder begeistert mit. Und nach dem Glühweingedicht ermahnte der Kabarettist „Alkohol ist keine Lösung. Es ist ein Destillat“.

Anschließend überreichte er Jürgen sein Buch. Das sei aber nicht für ihn, er darf es zu Emanuela auf der anderen Seite bringen. Vergnügt und wohl gelaunt verließen die Besucher den Saal und waren erfreut, solch einen unterhaltsamen Abend miteinander erlebt zu haben.