Zieht vielleicht innerhalb des Hauses um: das K3. Foto: Dunja Kuster

Wie geht es dem K3? Im Gemeinderat hat Evelin Nolle-Rieder berichtet.

Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat den Jahresbericht des K3, den Leiterin Evelin Nolle-Rieder in der Sitzung vorgestellt hat. Darin blickte sie auf ein bewegtes Jahr zurück – und machte auf bevorstehende Herausforderungen aufmerksam.

 

Ein großes Thema sei die aktuelle Raumsituation, gepaart mit dem Eigentümerwechsel des Gebäudes, in dem das K3 residiert. Die bisherigen Räume seien zu klein und böten keinen Platz für getrennte Umkleiden, der Fundus müsse in einer Mietwohnung in Straßberg gelagert werden. „Das ist immer ein Akt, die Sachen hin- und herzufahren“, sagt sie. „Wir wollen aus den Räumen raus“ – und müssen es, denn: Der neue Eigentümer will dort Wohnungen einrichten.

Im Keller ist viel mehr Platz

Es würden aber Pläne gezeichnet, dass das K3 möglicherweise in die Kellerräume umziehen könne, was laut Nolle-Rieder mehrere Vorteile mit sich brächte: Mehr Sitzplätze für Veranstaltungen, einen barrierefreien Zugang, einen „riesigen Lagerraum“ sowie einen weiteren Raum, in dem zum Beispiel Bandproben abgehalten werden könnten.

Noch vor den Sommerferien soll das Anliegen dem Landratsamt Zollernalb vorgelegt werden, „und wir hoffen, dass es keine Einwände dagegen gibt“, sagt Nolle-Rieder. Sollte der Umzug zustande kommen, hofft sie auf Umzugshilfe von Winterlinger Vereinen. Weitere Details, etwa zu den Kosten, sollten im Herbst bekannt werden. Ebenso hofft sie auf eine Verlängerung der Kulturförderung. Eine Entscheidung in dieser Sache wird vorerst bis zum Herbst vertagt, wenn die Pläne zum Raumwechsel konkreter sind, empfahl Bürgermeister Michael Maier.

Der indes weiß die beachtliche Kulturarbeit des K3 zu schätzen: Vier große Theaterprojekte, teils mit professioneller Unterstützung, sind laut Nolle-Rieder umgesetzt worden. „Richtig super“ kam ihr zufolge das Theaterstück „Günni Glühwurm“ an, das sieben Mal aufgeführt wurde; aber auch „Oh wie schön ist Panama“ und das Stationentheater „Eng verstrickt“ zum Thema „ModeMachtGesellschaft“ kamen gut an; letzteres soll in diesem Jahr erneut aufgeführt werden.

Rege besucht waren aber auch Veranstaltungen, wie etwa der Film- und Diskussionsabend mit dem Film zu Alexej Nawalny sowie der Vortrag „Frauen – Leben – Freiheit“ mit Diskussion zu den Frauenrechten im Iran.

Und aus Workshops zur Stärkung des Ehrenamtes heraus war das Kulturnetzwerk Zollernalb-Sigmaringen entstanden. Dieses lädt am Mittwoch, 14. Juli, ein zur Matinée der Veranstaltungsreihe „bodaguat“; um Anmeldung bis 10. Juli unter www.k3-winterlingen.theater wird gebeten.

Die Erlöse haben Löcher gestopft

Auch der Benefiztag mit Flohmarkt und Kunstauktion sei sehr gut besucht gewesen; mit den Erlösen konnten einige finanzielle Löcher gestopft werden, so Nolle-Rieder. Dennoch bleibt die Suche nach neuen Mitgliedern und Sponsoren ein großes Thema für das K3.