Das zukünftige Areal der JVA wird in den kommenden Wochen und Monaten verkehrlich erschlossen. (Archiv-Foto) Foto: Meyer

Nachdem bereits Mitte Februar diesen Jahres die technische Erschließung des Baugebietes für die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) vom Stadtteil Hegneberg in Richtung Esch in Angriff genommen wurde, steht nun der Baubeginn der Verkehrserschließung an.

Rottweil - Dafür wird ab Montag, 17. Mai, der von der Landesstraße 424 abzweigende Feldweg in Richtung Neckarburg auf eine Breite von 6,5 Metern ausgebaut. Parallel zu dieser rund 520 Meter langen Zufahrtsstraße wird ein drei Meter breiter Geh- und Radweg entstehen, der durch einen Grünstreifen von der Straße getrennt sein wird. Der Geh- und Radweg quert zudem die L 424 und stellt somit eine Verbindung zu dem Radweg in Richtung Villingendorf her. Im Bereich dieser Querung werden beidseits der Landesstraße Bushaltestellen angelegt, die nach Fertigstellung der JVA eine Anbindung an den ÖPNV sicherstellen.

Als weitere Maßnahme im Rahmen der Verkehrserschließung wird der in Verlängerung der neuen Zufahrt verlaufende private Feldweg in Richtung Hofgut Neckarburg auf einer Länge von etwa 710 Meter verlegt.

Zufahrt zum Hofgut Neckarburg gewährleistet

Der Bauablauf wurde so geplant, dass die Zufahrt zum Hofgut Neckarburg stets gewährleistet ist. Der Neckartalradweg zwischen Oberndorfer Straße und dem "Esch" ist für die Zeit der Leitungsverlegungsarbeiten voraussichtlich bis 2. August gesperrt. Der Radverkehr wird über die bereits bestehende Umleitungsstrecke geleitet. Die Zufahrt über den Wirtschaftsweg, der als Zufahrtsstraße zur JVA ausgebaut wird, ist durchgehend möglich. Zunächst über den bestehenden Wirtschaftsweg und anschließend über ein Schotterprovisorium parallel zur Zufahrtsstraße.

Einzelne kurzzeitige Behinderungen werden sich jedoch nicht ganz vermeiden lassen. Koordiniert werden die Arbeiten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau, Amt Konstanz.

Nach einer EU-weiten Ausschreibung erfolgte die Vergabe der Tief- und Straßenbauarbeiten an die Firma Gebrüder Bantle aus Bösingen. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Juni 2022 vorgesehen. Die Gesamtbaukosten sind mit rund 1 090 000 Euro veranschlagt.