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Jungingen Sportplatzsanierung wird bezuschusst

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Wird bezuschusst mit maximal 50 000 Euro: Der Sportplatz "Reutäcker" beim SchützenhausFoto: Renner Foto: Schwarzwälder Bote

Der Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung entschieden, dass der SV Jungingen einen Zuschuss für die Sanierung des Sportplatzes "Reutäcker" beim Schützenhaus erhält, der als Trainingsplatz genutzt wird.

Jungingen. Vergangenen Samstag hatte der SV Jungingen seine Hauptversammlung. Dass der Gemeinderat den Zuschuss von 50 Prozent beziehungsweise maximal 50 000 Euro gewährt, sei nur Formsache, dachte Bürgermeister Oliver Simmendinger.

Doch er sah sich getäuscht. Die Ratsmitglieder beurteilten diesen Zuschuss für das Projekt, das 105 000 Euro kosten soll und vom Württembergischen Landessportbund mit 30 000 Euro unterstützt wird, kritisch. Allen voran Frank Speidel (CDU), dem es um Gleichmäßigkeit für alle Vereine ging und der eine Vereinssatzung mit klaren Richtlinien vorschlug. "Mir kommt der Betrag zu hoch vor", meinte angesichts eines Haushaltstopps in diesem Jahr. "Das widerspricht sich für mich." Es gebe keine Haushaltsstopp, sondern man prüfe jede Ausgabe genau, entgegnete Simmendinger, der betonte, dass man in eigenen Grund und Boden investiere. Mit den Maßnahmen zur Sanierung sei bereits begonnen worden, man könne den Verein jetzt nicht hängen lassen. Speidel fragte sich zudem, warum nicht bei der Sportstättenförderung angefragt wurde. Eine Förderung gebe es nicht für bereits begonnene Maßnahmen, erklärte Simmendinger.

Alexander Pick (CDU) bekräftigte Simmendingers Ansinnen. In die Plätze – damit meinte er auch den "Mühläcker"-Rasen beim Freibad müsse investiert werden, schließlich seien diese "heillos verlottert" und unterstrich den sozialen Nutzen, für den der Sportverein sorge. Eine doppelte Förderung betrachte er zudem als selten. Investiere man nicht in den Platz im "Reutäcker", mache man den Rasen im "Mühläcker" sonst aufgrund zu hoher Beanspruchung kaputt.

Martin Weinschenk (Freie Wähler) rief in Erinnerung, dass bereits in der Haushaltssitzung Mitte Januar eine heftige Diskussion und einen zähneknirschenden Kompromiss gegeben hat. Eigentlich müsse die Förderung aus seiner Sicht mindestens 100 000 Euro betragen. "50 000 in ein eigenes Grundstück sind beschämend wenig", bezog er klar Position. Der Sportplatz sei jederzeit für jeden nutzbar. "Da wird gefördert!", erklärte er mit Nachdruck.

Miriam Diebold (CDU) schloss sich Speidel an und sieht den Betrag ebenfalls als zu hoch an.

Bernd Bumiller (Freie Wähler) erinnerte daran, dass Simmendingers Vorgänger Harry Frick den Sportverein bereits ermutigt hatte, etwas zu unternehmen, um den Platz auf Vordermann zu bringen. Er wäre tief enttäuscht, wenn dieser Zuschuss nicht gewährt werde, ließ er seine Ratskollegen wissen. "Geht nochmals in Euch und sagt ja", forderte er.

Speidel erläuterte daraufhin, dass er in Zukunft alle Anträge von Vereinen gleich behandelt wissen wolle und man auch die geringere Gewerbesteuer in diesem Jahr bereits berücksichtigen müsse. Wenn die Gewerbesteuer nicht mehr so wie sonst sprudele, dann müsse man halt Schulden machen, sagte Pick. Man müsse dem Sportverein dankbar sein, dass dieser den Platz aus eigenen Mittel pflege. Speidel versuchte die Wogen zu glätten: "Vielleicht ist das falsch rübergekommen, ich will nicht gegen den Sportverein schießen."

Mit Kosten in Höhe von 15 000 Euro wird nach Fertigstellung gerechnet

Simmendinger erklärte in Anwesenheit von Andreas Denkinger, Vorstand des SV Jungingen beziehungsweise FC Killertal 04, dass man zu seinem Wort stehe müsse. Es gehe nicht primär um eine Förderung für den Sportverein, sondern für die Allgemeinheit, schließlich könne den Platz beispielsweise auch die Grundschule nutzen. Laut Tischvorlage handelt es sich um einen zweckgebundenen Zuschuss an den Sportverein, der die gesamte Projektkoordination für die bereits begonnene Baumaßnahme übernommen hat. Sie wird vom Schützenverein und dem gemeindlichen Bauhof unterstützt, indem diese eine Wasserleitung zur späteren Bewässerung des neu eingesäten Rasens verlegen. Mit Folgekosten in Höhe von 15 000 Euro für Nachsaat, Wasser zur Beregnung und Zauntüren sowie einer jährlichen Pflege, die rund 2500 Euro kosten wird, ist zu rechnen.

Bumiller betonte, dass man nicht die Gelder noch nie gerechnet verteilt habe und das auch in Zukunft nicht funktionieren werde.

Schließlich wurde über den Beschluss entschieden. Fünf Gemeinderäte waren dafür, einer dagegen und zwei enthielten sich – der Zuschuss wird also gewährt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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