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Jungingen Kaputtes Telefon darf jetzt abgebaut werden

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In der Junginger Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Oliver Simmendinger treue Blutspenderinnen geehrt. Kersten Zeller erhielt für zehn Spenden und Simone Ullrich für 50 Spenden eine besondere Ehrung. Zudem wurde in der Sitzung beschlossen, dass das öffentliche Telefon in Jungingen abgebaut werden darf. Fotos: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Es gibt sie nur noch in Großstädten – und bislang auch in Jungingen: Öffentliche Telefone. Das in Jungingen ist allerdings schon Jahre lang kaputt. Jetzt wird es komplett abgebaut.

Jungingen. Ein weiteres Thema im Gemeinderat am Donnerstag war die Gefahr durch Bäume im Wald.

Öffentliches Telefon: Das mit dem Telefon ist fast schon eine Posse. Die Telekom fragte die Gemeinde nun ganz harmlos an, ob man das Gerät abbauen dürfe, denn man verzeichne dort seit dem Jahr 2015 keinerlei Umsatz mehr. Was kein Wunder ist, denn genau so lange ist der Hörer an dem Apparat bereits zersplittert. Dass ein kaputtes Telefon keinen Umsatz generiert, dürfte kaum jemand wundern. Der Gemeinderat sprach das zwar an, war sich aber einig, dass der Apparat verzichtbar ist. Handys seien heute so verbreitet, dass im Notfall immer jemand mit so einem Apparat in der Nähe sei, wurde argumentiert.

  Bäume: Was soll mit abgestorbenen Bäumen bei Grillstellen und Ruhebänkchen im Wald passieren? Die Frage stellte in der Sitzung Oberförster Hermann Schmidt den Räten. Denn nun ist die Rechtslage so, dass sich ein Förster strafbar macht, wenn er an solchen Stellen eine absehbare Gefahr durch herabfallende Äste nicht beseitigt. Baum absägen, Bank oder Grillstelle abbauen, Baumkletterer zum Äste prüfen hochschicken oder Absperren – das seien die Handlungsoptionen, so Schmidt, der darauf hinwies, dass durch den Klimawandel mehr Bäume absterben und das Problem drängender wird.

Köhlberg-Bänkle steht unter krankem Baum

Als Beispiel nannte er einen Baum am Bänkle am Köhlberg, bei dem die Krone abgestorben ist.

Nach eingehender Debatte im Rat war man sich einig, dass die Förster das von Fall zu Fall selber entscheiden sollen. In bestimmten Fällen sei er auch mit dem Einsatz eines Baumkletterers einverstanden, so Bürgermeister Oliver Simmendinger, auch wenn das mit etwa 1000 Euro pro Einsatz eine teure Lösung sei.

  Gemeinsamer Gutachterausschuss: Jungingen tritt dem gemeinsamen Gutachterausschuss bei, der mit Haigerloch, Bisingen, Grosselfingen, Burladingen und Hechingen gebildet wird.

 Grundschulsanierung: Bürgermeister Oliver Simmendinger stellte den Stand der Grundschulsanierung vor. In den Sommerferien würden nun ein Großteil der lärmenden und dreckigen Arbeiten erledigt, erklärte er. Die Bestände des Heimatmuseums habe man mit Hilfe des Bauhofs so sichern können, so dass sie größtenteils vor Ort hätten bleiben können.

Interessant: Auf das außen angebrachte Balken-Stützgerüst werden wohl Platten angebracht, die überwiegend weiß, im Sockel aber grau und im Bereich der Sanitäranlagen in "Junginger Blau" gehalten werden sollen. Ob die Fensterleibungen blau werden, will man noch ausprobieren. Auf der Giebelseite könnten Sprüche angebracht werden, so Simmendinger.

Weinschenk will Boll und Schlatt erwähnt wissen

Martin Weinschenk forderte noch, dass zusätzlich zur Beschriftung mit "Grundschule Jungingen" auch Beuren und Schlatt auf dem Gebäude erwähnt würden. Das sei für das Geborgenheitsgefühl von Grundschülern wichtig. Eventuell auf der Giebelseite, so die Ansicht im Rat.

  Badsanierung. Der Auftrag für die Sanierung der Wasserleitungen im Junginger Bad wurden für 57 876 Euro an eine Hechinger Firma vergeben, der Auftrag für die anschließend notwendigen Fliesenarbeiten für 9208 Euro an eine Firma aus Starzeln.

  Freibad. Das Junginger "Bädle" ist schon vier Wochen offen, und das Wetter war eigentlich auch oft schön, aber trotzdem verzeichnet es mit bislang 868 Besuchern weitaus weniger Andrang als in früheren Jahren.

Der Grund dürfte in der Corona-Epidemie zu finden sein, waren sich die Gemeinderäte einig. Liegt es an der etwas komplizierten Online-Ticket-Anmeldungsprozedur oder einfach an einer generellen Vorsicht der Einwohner, sich lieber nicht in öffentliche Einrichtungen zu begeben? Die Frage wurde im Rat diskutiert. Alexander Pick wies darauf hin, dass an Badeseen derzeit keinerlei Vorsichtsmaßregeln mehr gelten würden, wie man beobachten könne. Jungingen dagegen verhalte sich verantwortungsbewusst. Im Rat war man sich einig, am bisherigen Verfahren festzuhalten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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